Häufige Fragen (FAQ)

Was tut die Branche gegen blinkende Anlagen in der Nacht?

Windräder in der Nähe von Städten und Siedlungen können aufgrund von optischen Reizen gelegentlich als störend empfunden werden. Wie können Anwohnenden vor möglichen Störungen durch Windenergieanlagen besser geschützt werden?

Ein Musterbeispiel für verbesserte Rahmenbedingungen und neue technologische Lösungen zur Sicherung der Akzeptanz von Windenergieanlagen ist die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung. Die roten und weissen Blinklichter (Befeuerung) an den Rotorblättern sind Pflicht, um Flugobjekte vor Hindernissen dieser Art zu warnen. Derzeit sind diese oft dauerhaft aktiv. In vielen Windparks gehen die Lichter aber nur noch an, wenn es auch tatsächlich nötig ist

Radarsensoren überwachen dort die Umgebung der Windenergieanlagen. Durch ein solches System sollen die Lichter in Zukunft nur noch nach Bedarf, d.h beim Anflug von Flugzeugen, leuchten. 

Da es nur selten vorkommt, dass Flugzeuge nachts in kritischer Höhe über einen Windpark fliegen, können die Lichter über 90 Prozent der Nachtzeit ausgeschaltet bleiben. Auch wenn noch einige Hürden zu nehmen sind, angefangen bei den Kosten für die Systeme bis hin zu Zulassungsfragen, dürfte die Technologie sicher mehr und mehr Anklang finden. Wenn eine bedarfsgerechte Befeuerung aus technischen Gründen nicht realisierbar ist, lässt sich die Belastung schon heute durch eine Synchronisierung der Befeuerung aller Windenergieanlagen im Park sowie durch eine Anpassung der Leuchtstärke reduzieren.

Die Windenergiebranche ist daran interessiert, die Akzeptanz für Anlagen in der Bevölkerung zu sichern. Dafür wurden bereits vielfältige gesetzliche Regelungen verabschiedet. 

So gibt es eindeutig definierte Lärmschutzregelungen für Windenergieanlagen in der Nähe von Wohngebieten. Entsprechende Regelungen werden bei der Planung und Errichtung eingehalten. Auch für den Schattenwurf der Rotorenblätter gibt es definierte Regelungen.

Demnach muss eine Windkraftanlage vorübergehend abgeschaltet werden, wenn ihr Schatten länger als 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten am Tag auf ein Wohnhaus fällt. Aber auch mit technischen Lösungen wie nichtreflektierenden Farben, verminderte Drehzahl und gekapselte Maschinenhäuser optimiert die Branche den Schutz der Anwohnenden über diese gesetzlichen Anforderungen hinaus.