Häufige Fragen (FAQ)

Warum haben die meisten Windenergieanlagen drei Rotorblätter?

Das ist ein Kompromiss zwischen Energiegewinnung, Stabilität, bzw. den Kräften, die auf eine solche Anlage wirken und dem Preis (Rotorblätter sind teuer).

©Isabelle Chevalley

Ein einzelnes Rotorblatt läuft unrund. Bei einer Zwei-Blatt- und Vier-Blatt-Anlage würde sich der Höhenunterschied bezüglich der Druckunterschiede negativ auswirken. Der Wind weht in Bodennähe schwächer als in 200 Metern Höhe an der Blattspitze. Die oberen Blätter bekämen dann besonders hohen Winddruck zu spüren, während die unteren in ein "Luftloch" fallen - was die Anlage statisch unnötig belastet und den ganzen Turm in Schwingungen versetzt. Dieser Effekt lässt sich mit einer ungeraden Rotorblattanzahl verhindern. Grundsätzlich erzeugt jedes zusätzliche Rotorblatt mehr Energie, verursacht aber auch Turbulenzen für das Nachkommende, was den Rotor bremst. Man kann sagen, dass sie sich sozusagen gegenseitig den Wind aus den Segeln nehmen. 

Drei-Blatt-Anlagen sind aus den genannten Gründen der ideale Kompromiss. Zudem bieten sie bezüglich den visuellen Aspekten ein ruhigeres Laufbild als Ein-Blatt- oder Zwei-Blatt-Anlagen. Im weiteren drehen sie auch langsamer und das bedeutet geringere Schallemissionen.