Häufige Fragen (FAQ)

Sind Fledermäuse durch Windenergieanlagen gefährdet?

Fledermäuse sind vor allem im Sommer, nachts und bei schwachem Wind unterwegs. Auch wenn Fledermäuse am Standort einer Anlage vorkommen, kann eine mögliche Beeinträchtigung in der Regel ohne bedeutenden Ertragsverlust vermieden werden, indem die WEA zeitweise abgestellt werden. Als häufigste Kollisionsopfer europaweit wird die Zwergfledermaus gefunden. Sie ist in der Schweiz nicht gefährdet. Mit massgeschneiderten Abschaltalgorithmen können die Anzahl Kollisionen effizient klein gehalten werden. Die restliche unvermeidbare Sterblichkeit wird mit Ausgleichsmassnahmen kompensiert, z.B. mit fledermausfreundlichen Beleuchtungskonzepten, Aufwertungsprojekten von Habitaten, usw. Wie bei den Vögeln wird bei der Standortwahl auf Populationen von besonderer Bedeutung Rücksicht genommen.

Obwohl bisher erst wenige eingehende Untersuchungen vorhanden sind, gehen Fledermausexperten davon aus, dass generell der Einfluss der Windenergienutzung auf Fledermäuse weit weniger gravierend ist als andere menschliche Eingriffe (Verschwinden insektenreicher Jagdlebensräume, Quartierverlust etc.).

Vertiefte Informationen zum Thema sind auf dem Informationsblatt Fledermausschutz für Planer von Windenergieanlagen zu finden. Es wurde gemeinsam mit der Stiftung Fledermausschutz und dem Centre de coordination ouest pour l'étude et la protection des chauves-souris ausgearbeitet.