Häufige Fragen (FAQ)

Licht- und Schlagschatten: Welche rechtlichen Grenzwerte gelten in der Schweiz?

Bei klarem Himmel wird durch die Flügel von Windenergieanlagen Schattenwurf erzeugt. Dies führt zu optischen Immissionen, was dazu führen kann, dass sich Anwohnende belästig fühlen. Daher müssen Projektentwickler im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens eine Schattenwurfprognose vorlegen.

Der prognostizierte Schattenwurf (auch Schlagschatten genannt) auf Wohnhäuser sollte jeweils nicht mehr als 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten pro Tag betragen. Dieser Richtwert ergibt sich unter Annahme von stetigem Wind, Betrieb, Sonnenschein und maximaler Schattenprojektion. Bei diesem Jahreswert handelt es sich um eine theoretische Grösse. In der Praxis treten bei diesen Vorgaben tatsächliche Belastungen von etwa sieben bis acht Stunden im Jahr pro Immissionspunkt auf. Im Falle einer prognostizierten Überschreitung der Richtwerte, werden die Anlagen abgeschaltet, damit die Grenzwerte eingehalten werden. Diese deutsche Regelung hat auch in der Schweiz ihre Gültigkeit und wird von den Genehmigungsbehörden als Richtlinie eingesetzt.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass von einer erheblichen Belästigung des Menschen auszugehen ist, wenn der tägliche oder der jährliche Immissionsrichtwert überschritten wird.

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