Landschaftsschutz

Windenergieanlagen sind Teil einer modernen Kulturlandschaft

Windenergieanlagen verändern das Landschaftsbild – genauso wie Eisenbahnlinien, Weinanbaugebiete, Stauseen, Hochspannungsleitungen oder die Landwirtschaft. In der Schweiz werden Windenergieprojekte sehr sorgfältig geplant – dabei haben die Gemeinden das letzte Wort.

Windenergieanlagen (WEA)sind aufgrund ihrer Dimensionierung weithin sichtbar und stellen eine Veränderung der gewohnten Landschaft dar. Diese Veränderung wird sehr unterschiedlich bewertet

Mögliche Standorte für Windenergieanlagen werden von den Kantonen gewissenhaft ausgewählt. Dabei wird Rücksicht auf wertvolle Landschaften und Naturwerte genommen.

Ohne Kompromisse geht es aber nicht. Am Ende bestimmen in der Schweiz die Gemeinden und damit in der Regel die direkt betroffene Bevölkerung.

Optisch mögen die in grosser Höhe drehenden Rotoren gewöhnungsbedürftig sein. Landschaftsschutz heisst aber nicht, den Status Quo einzufrieren, sondern eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Zu diesem Landschaftskonzept passt die Windenergie: Die Auswirkungen unseres Stromkonsums sind hier und jetzt sichtbar, das Energiebewusstsein wird gefördert.

Windenergieanlagen beanspruchen wenig Platz: Eine WEA braucht in etwa so viel Platz wie ein Reiheneinfamilienhaus und produziert dabei Strom für rund 1700 Haushalte.
120 Windparks mit je 5–7 Anlagen reichen aus, um die Windstromziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen und knapp 10 % des Strombedarfs der Schweiz zu decken. Alle diese Windparkstandorte beanspruchen nur 0.35 % der Fläche der Schweiz. Diese Fläche bleibt für die Land- oder Forstwirtschaft weitgehend nutzbar: Nur etwa 1 % dieser Fläche von 0.35 % wird durch die Anlagen und die Zufahrtswege dauerhaft überbaut. Zum Vergleich: Siedlungsflächen bedecken 7.5 % der Fläche der Schweiz.

Zudem: Windenergieanlagen hinterlassen unseren Nachkommen weder Abfälle für hunderttausend Jahre, noch zerstören sie Landschaften anderswo. Und werden dereinst bessere Stromgewinnungstechniken marktreif, sind Windenergieanlagen fast spurlos rückbaubar.

Aus diesen Überlegungen hat beispielsweise die UNESCO-Biosphäre Entlebuch den Bau einer Windenergieanlage unterstützt, als Wahrzeichen für einheimische und nachhaltige Energiegewinnung.

Übrigens: Schönheit liegt im Auge des Betrachters und wandelt sich mit der Zeit. 

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