Eisbildung und Eiswurf

Sehr unerwünscht und nicht wirklich gefährlich

Obwohl weltweit heute mehr als 340'000 Windenergieanlagen in Betrieb stehen, gibt es bis heute nur wenige Unfälle mit Personenschäden. Eine unvollständige Statistik zählt 42 Unfälle mit Eiswurf und Menschen (Stand März 2018) Quelle

Besonders in Höhenlagen kann es zur Vereisung der Rotorblätter kommen, weshalb moderne Windenergieanlagen heute mit effektiven Schutzmassnahmen ausgerüstet sind, die Eisbildung oder Eiswurf verhindern. Dabei gibt es zwei verschiedene Methoden, um die Gefahr durch Eiswurf zu vermeiden:

Systeme zur Eiserkennung und zur Verhinderung oder Eliminierung von Eisansatz liegen auch im ureigenen Interesse der Betreiber, weil Eisbildung zu Produktionseinbussen an den Anlagen führt.

Zur Eiserkennung gibt es Überwachungssysteme, die dafür sorgen, dass sich die Anlage selbstständig abschaltet, sobald sie Eis auf den Rotorblättern bemerkt. Besonders häufig wird dabei eine Schwingungsanalyse des Turmes oder eine Messung des Auftriebs herangezogen. Bei Eisansatz kommt es zu einer Unwucht des Rotors, der dadurch die Schwingung des Turmes beeinflusst; weicht dieser Wert vom prognostizierten Schwingungswert ab, so schaltet sich die Anlage automatisch ab.

Ebenso effektiv ist die Abschaltung aufgrund mangelnder Leistung. Durch Eisansatz an den Flügeln verändert sich das aerodynamische Verhalten der Flügel. Luftwirbel sorgen für einen deutlichen Abfall des Auftriebs. Die Differenz zwischen prognostizierter Leistung aufgrund von Windgeschwindigkeit und Flügelstellung zu der tatsächlich erreichten Leistung wird von der Anlage registriert, sie schaltet sich ab.

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