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Etappen eines Windenergieprojektes

Machbarkeit: gesellschaftliche bewertung

Beteiligung der Gemeinde: Aktive Rolle
Hauptakteur(e): Gemeinde, Projektträger, Entwickler

Die Bewertung des sozialen Kontextes erfolgt gemeinsam durch die Gemeinde und den Entwicklern/Projektträger. Sie hat zum Ziel, alle Betroffenen zu identifizieren und einen Entwurf der Mitwirkung für das Projekt auszuarbeiten. Am Ende dieser Etappe erfolgt erstmals durch die Gemeinde eine offizielle Information an die Bevölkerung und die Benachrichtigung an die benachbarten Gebiete.

gute Praxis

Die Gemeinde und der Entwickler arbeiten eng zusammen, um alle Betroffenen zu identifizieren und eine Mitwirkung mit der Bevölkerung sowie einen Kommunikationsplan (was, wem, wann) zu entwerfen. Die Bestimmung eines Mediators erfolgt bereits in einem frühen Stadium. Dieser hilft bei der Festlegung der Faktoren, für welche die Teilnehmenden des Mitwirkungsprozesses Entscheidungskompetenz haben.

Die Gemeinde organisiert eine erste öffentliche Informationsveranstaltung, zu der nebst der Bevölkerung auch Umweltorganisationen explizit eingeladen sind. Die Einladung erfolgt über einen offiziellen Kanal. Während dieser Veranstaltung teilt die Gemeinde die vom Entwickler erhaltenen Informationen auf transparente Art und Weise der Bevölkerung und den Organisationen mit: Information darüber, was bekannt ist, was noch nicht bekannt ist und was demnächst bekannt sein wird.

Eine ausreichende Entwicklung und Dokumentation der Schlüsselelemente und kritischen Punkte des Projekts, um die Herausforderungen vor der breiten Kommunikation gut einschätzen zu können, beugt einer Situation vor, in der der Bevölkerung und den NGOs keine zufriedenstellenden Antworten gegeben werden können, was schliesslich negative Auswirkungen haben kann.

schlechte Praxis

Die Gemeindebehörden suchen das Gespräch mit der Bevölkerung erst dann, wenn sie deren Zustimmung aus finanziellen oder prozeduralen Gründen benötigen. Dies hat zur Folge, dass die Bevölkerung zuerst in der Form von Gerüchten informiert wird, die meistens von den Gegnern verbreitet werden.

Die Präsentation an die Bevölkerung und NGOs eines beabsichtigten Projekts, das erst im Stadium des Entwurfs ist und unzureichend definiert ist, kann mehr Fragen, Befürchtungen und Unzufriedenheit auslösen als Antworten liefern. Dies bietet den Gegnern eine Angriffsfläche.