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Etappen eines Windenergieprojektes

Ausführung: bau

Beteiligung der Gemeinde: Aktive Rolle
Hauptakteur(e): Entwickler

Die Bauzeit eines Windparks beträgt in der Regel zwischen 6 und 9 Monaten. Die Bauarbeiten für die Infrastrukturen des Windparks umfassen verschiedene Phasen:

Strassenbau: Einrichtung der Baustelle und der Zufahrtswege (Montageplätze, Verstärkung der Strassen, Wendeplätze, Aufenthaltsräume während der Bauphase, Besucherparkplätze u.a.)

Tiefbau: Bau der Fundamente, die die Standfestigkeit der Anlagen sicherstellen. Als Hauptmaterial wird Beton und Stahl verwendet.

Stromanschlüsse: Bauarbeiten, Erdverlegung und Anschluss der Leitungen, die den von den Anlagen erzeugten Strom zum Umspannwerk führen.

Transport: siehe Transportetappe

Installation und Montage: Aufrichtung des Mastes in mehreren Teilen mithilfe eines Krans, Befestigung der Gondel am Mast, Montage des Generators in der Gondel, Zusammenbau der Rotorblätter am Boden und anschliessende Befestigung an der Gondel. Der vollständige Aufbau dauert höchstens 6 Tage, ist aber nur bei einer Windgeschwindigkeit von unter 10 m/s möglich.

gute Praxis

Die Gemeinde stellt auf ihrer Website und auf der Baustelle ein Informationsblatt zu den Bauarbeiten mit den Eckdaten und den Etappen des Projekts zur Verfügung. Während der Bauphase informiert sie via ihre Website über die Bauetappen, deren Dauer, die Fortschritte der Bauarbeiten („News“) und gibt an, an wen sich Personen wenden können, die sich durch die Bauarbeiten belästigt fühlen oder Schaden erlitten haben. Der Link zur Online-Informationsseite wird allen potentiell vom Projekt betroffenen Personen zugesendet.

Wenn neue Leitungen verlegt werden müssen, werden die Landbesitzenden angefragt, ob sie von dem Aushub (Kanäle) profitieren wollen, um andere Leitungen zu verlegen.

Während der Bauphase und insbesondere während der Montagearbeiten werden die Baustellenzufahrten gesperrt und die Baustelle selbst wird mit Schranken abgegrenzt, um die Sicherheitsvorschriften bestmöglich einzuhalten.

Die Dimensionierung der Montageplätze und der Zufahrtswege erfolgt platzsparend. Dabei wird berücksichtigt, dass sie später wieder rückgebaut werden müssen und dass die Verwendung von temporär verlegten Aluminiumplatten und anderem Material ebenfalls möglich ist.

Sind geführte Besichtigungen während der Montagearbeiten vorgesehen, wird ein Besucherparkplatz und allenfalls ein Verpflegungsbereich eingerichtet.