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Nur für Schwindelfreie: Eine spektakuläre «Highline» gespannt zwischen zwei Windrädern des Windparks Le Peuchapatte

In der Region Freiberge im Kanton Jura hat der „Highliner“ Nathan Paulin einen seiner Träume in die Tat umgesetzt, als er eine 620 Meter lange Hochseilstrecke zwischen zwei Windrädern des Windparks Le Peuchapatte in 108 Meter Höhe überquerte. Eine Premiere in der Schweiz! Das von Suisse Eole in Zusammenarbeit mit Alpiq organisierte Event setzt den Windpark, der 3% des im Kanton Jura verbrauchten Stroms produziert, in aussergewöhnlicher Weise in Szene.

«Sonne und etwas Wind, die Witterungsbedingungen waren perfekt», erklärt der Hochseilkünstler Nathan Paulin, nachdem er die 620 Meter lange Distanz zwischen zwei Windrädern von Peuchapatte überquert hat. ©Bild: David Machet
«Sonne und etwas Wind, die Witterungsbedingungen waren perfekt», erklärt der Hochseilkünstler Nathan Paulin, nachdem er die 620 Meter lange Distanz zwischen zwei Windrädern von Peuchapatte überquert hat. ©Bild: David Machet

«Sonne und etwas Wind, die Witterungsbedingungen waren perfekt», erklärt der Hochseilkünstler Nathan Paulin, der etwa zehn Weltrekorde hält, nachdem er die 620 Meter lange Distanz zwischen zwei Windrädern von Peuchapatte überquert hat. «Eine Hochseilstrecke zwischen zwei Windrädern zu überqueren, das war ein Traum für mich. Diese riesigen Maschinen, die in den Himmel ragen, sind perfekt für eine Überquerung in luftigen Höhen. Ich hatte den Eindruck, im Wind zu hängen. Mir ist es auch wichtig, grüne Energien zu fördern. Die Naturräume, in denen ich mich bewege, sind durch die Klimaerwärmung bedroht und heute geht es darum, diese unbedingt zu schützen.»

Sprechen wir von Nathan Paulin: Seine grösste Überquerung war am 9. Juni 2017 ein 1662 Meter langes Hochseil, das in 300 Meter Höhe im Cirque de Navacelles gespannt war. Ausserdem überquerte er die 670 Meter, die den Eiffelturm vom Trocadéro trennen, seine bisher symbolträchtigste Performance.

3% des Stromverbrauch des Kantons

Für den Hochseilakt von Peuchapatte hat Alpiq, Eigentümerin des Parks, zwei ihrer Windräder in der Gemeinde Muriaux im Jurazur Verfügung gestellt. Raynald Golay, Asset & Project Manager bei Alpiq, erklärt: «Jedes Jahr produzieren die Windräder von Peuchapatte Strom für etwa 10‘000 bis 15‘000 Menschen.» Die Region Freiberge ist für die Produktion von Windenergie geeignet: 2021 produzierten die Windräder 14 Mio. Kilowattstunden, eines der ertragreichsten Jahre seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2011. Die Stromproduktion des Windparks Le Peuchapatte deckt 3% des Strombedarfs im Kanton Jura.

Noch mindestens zehn Jahre
«Die Windräder im Windpark Le Peuchapatte werden noch mindestens zehn Jahre lang oder sogar länger Strom produzieren. Anders als bei der Photovoltaik werden etwa zwei Drittel des Stroms im Winter produziert, wenn die Nachfrage Spitzenwerte erreicht und Sonnenenergie und Wasserkraft am wenigsten produzieren», erläutert Lionel Perret, Geschäftsführer von Suisse Eole. Die fünf Windräder des Windparks San Gottardo, die im Herbst 2020 ans Netz gegangen sind, werden 30 Jahre lang in Betrieb sein. «Im Gegensatz zur Photovoltaik, wo mit einem Produktionsrückgang von 0.5% pro Jahr zu rechnen ist, produzieren Windräder konstant Strom», erklärt der Spezialist für erneuerbare Energien.

Windkraft: eine bewährte Technologie
Im Laufe der letzten zehn Jahre erhöhte sich die durchschnittliche Produktion von Strom aus Windkraft deutlich, vor allem dank längerer Rotorblätter. Jedes Windrad von Peuchapatte hat eine Leistung von 2.3 MW, während die Windräder des Windparks Juvent auf dem Mont-Crosin, die 2016 errichtet wurden, eine Leistung von 3.3 MW aufweisen. Jedes dieser Windräder produziert durchschnittlich 6.5 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr gegenüber 4.5 Mio. Kilowattstunden im Windpark Peuchapatte. Eines der für den Windpark Grenchenberg geplanten Windräder wird etwa 7.5 Mio. Kilowattstunden produzieren, was dem Stromverbrauch von mehr als 7000 Personen entspricht. «Die Windkraft ist der unverzichtbare Winterpfeiler in der Familie der erneuerbaren Energien und garantiert somit eine sichere, lokale und saubere Energieversorgung aus der Schweiz», bekräftigt Lionel Perret. Der Wind macht nicht an der Schweizer Grenze halt: Etwa 7000 Windräder produzieren in den angrenzenden Regionen Strom. In der Schweiz sind es bisher nur 41.

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