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Rickenbach: Von drei Junglandwirte initierter Themenweg zur Windenergie eröffnet

Auf dem Stierenberg ob Rickenbach gibt es seit Ende August einen 5 km langen ein Themenweg zur Windenergie. Initianten sind die drei junge Landwirte Christian Rölli, Roman Furrer und Thomas Feierabend, die sich am schleppenden Ausbau der erneuerbaren Energien stören. «Das Windenergiepotenzial im Michelsamt ist vorhanden. Wir müssen es nur nutzen», meint Christian Rölli, Präsident des neu gegründeten Fördervereins Biomasse, Energie und Infrastruktur Michelsamt (BEIM).

Die treibenden Kräfte hinter dem Windlernpfad auf dem Stierenberg sind Landwirte Christian Rölli, Roman Furrer und Thomas Feierabend. Bild: Windpark Stierenberg
Die treibenden Kräfte hinter dem Windlernpfad auf dem Stierenberg sind Landwirte Christian Rölli, Roman Furrer und Thomas Feierabend. Bild: Windpark Stierenberg

Der fünf Kilometer lange Rundweg führt an Stationen vorbei, bei denen unterschiedliche Aspekte wie Geräuschemissionen, Schattenwurf, Verträglichkeit mit der Vogelwelt, Produktionspotenzial und Planungsgrundlagen thematisiert werden. Mit Hilfe von QR-Codes auf den Tafeln kann auf Quellen und weiterführende Informationen zugegriffen werden. Der Themenweg führt über weite Strecken entlang von leicht begehbaren Wanderwegen. Die Strecke ist jederzeit frei zugänglich und führt zum Teil durch den Wald. Einige Parkplätze sind beim Ausgangspunkt des Themenwegs vorhanden.

Wind als Ergänzung zur Photovoltaik
Auf ihren Landwirtschaftsbetrieben haben alle Vorstandsmitglieder eine Photovoltaikanlage installiert und damit gute Erfahrungen gemacht. «Wir sehen aber gleichzeitig, dass in der Nacht und bei dichter Wolkendecke kein Strom produziert wird. Deshalb braucht es zur Sonnenenergie noch Ergänzungen», fügt Thomas Feierabend an. Eine sinnvolle Technologie ist in den Augen des Fördervereins BEIM die Windenergie, welche jedoch oft mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Ziel der Initianten ist es, diesen Vorbehalten mit Fakten gegenüberzutreten. «Die Windenergie produziert 2/3 ihres Ertrages im Winter, wenn am meisten Strom gebraucht wird. Das ist einer von vielen Gründen, die für diese Energieerzeugung sprechen», meint Roman Furrer. Bei der Planung des Themenwegs konnten die Initianten auf breite Unterstützung von Sponsoren und Grundeigentümer zählen. «Das hat uns gezeigt, dass die positive Haltung gegenüber der Windenergie weit verbreitet ist», sagt Christian Rölli.

Der 5 km lange Rundweg führt an Stationen vorbei, bei denen unterschiedliche Aspekte wie Geräuschemissionen, Schattenwurf, Verträglichkeit mit der Vogelwelt, Produktionspotenzial und Planungsgrundlagen thematisiert werden.
Der 5 km lange Rundweg führt an Stationen vorbei, bei denen unterschiedliche Aspekte wie Geräuschemissionen, Schattenwurf, Verträglichkeit mit der Vogelwelt, Produktionspotenzial und Planungsgrundlagen thematisiert werden.

«Wind-Positiv» will Zeichen setzen
An der Eröffnung des Themenweges orientierten Priska und Roland Wismer-Felder über den aktuellen Stand und die nächsten Planungsschritte des Windprojektes auf dem Stierenberg. Unterstützung erhalten die beiden Initianten von weiterer Seite. Vor einem halben Jahr hat sich eine Gruppe junger Frauen zu «Wind-Positiv» zusammengetan, um ein positives Zeichen für die Windenergie zu setzen. Die jungen Rickenbacherinnen verfolgen das Ziel, die Chancen der Windenergie unverkrampft und lustvoll sichtbar zu machen und so die positive Wahrnehmung von Windrädern stärken. «Für uns überwiegen nämlich klar die Vorteile, auch wenn wir uns diversen Herausforderungen bewusst sind.» erklärt Lara Zimmermann, eine der Gründerinnen von Wind-Positiv. «Wir suchen in unserem Umfeld Unterstützung für dieses Projekt, welches wir für die Zukunft unserer Gesellschaft wichtig finden.»

Text: Windenergie Stierenberg