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Gemeinde Muttenz: Verpasste Chance einer Windenergieanlage als Wahrzeichen

Die Primeo Energie wollte, gemeinsam mit Aventron, ehemals Kleinkraftwerk Birseck, in Muttenz eine Windenergieanlage bauen, deren Strom unmittelbar im Industriegebiet produziert und verbraucht werden sollte. Nun ist sie mit diesem Projekt in der Gemeindeversammlung vom 8. Juni 2021 gescheitert. Schade, denn die Anlage im Hardwald zwischen SBB-Gleisfeld und Autobahn hatte auch das Potenzial, zum Wahrzeichen für ein fortschrittliches Muttenz zu werden.

Die Gemeindeversammlung von Muttenz lehnte eine Änderung des Zonenplans Landschaft und damit den Bau der Windenergieanlage am 8.6.21 mit 118 zu 96 Stimmen relativ knapp ab.

Jede erneuerbare Kilowattstunde ist wertvoll
Die Schweiz hat wie die angrenzenden Länder entschieden: Wir wollen so rasch wie möglich weg von fossilen und nuklearen Energien. Dank Elektromobilität und Wärmepumpen können wir neben dem Stromsektor auch die Sektoren Mobilität und Wärme auf nachhaltige Technologien umstellen. Aber dabei ist jede neue Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien wertvoll, auch eine einzelne Anlage in Muttenz.

So regional wie möglich
Erneuerbare Energien sind umso wertvoller, je regionaler sie produziert und verbraucht werden. Denn so muss die Energie nicht über lange Strecken transportiert werden. Auch hier wäre der Standort in Muttenz ideal gewesen, da der Strom zu 100% direkt vor Ort verbraucht worden wäre.

Wahrzeichen von Muttenz
An Muttenz fahren die meisten per Zug oder Auto im Eiltempo vorbei. Eine vom Zug und von der Autobahn aus gut sichtbare Windenergieanlage wäre garantiert ein Wahrzeichen von Muttenz geworden und hätte den Bekanntheitsgrad der Gemeinde deutlich erhöht. Immer mehr Autos werden mit Strom angetrieben und fahren auf der Autobahn an Muttenz vorbei. Keine der Autofahrerinnen und Autofahrer wird sich nun sagen können, dass der Strom, den das Auto verbraucht, von dieser Anlage stammen könnte. Aus Sicht von Suisse Eole ist dies eine verpasste Chance.

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Akzeptanz, Anwohnende, Energiepolitik, Gemeinden, Technik