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Älteste „grosse“ Windenergieanlage der Schweiz auf dem Grenchenberg rückgebaut

Die Windenergie-Pionieranlage auf dem Grenchenberg wurde Anfang November nach 27 Jahren Betrieb von der ADEV Windkraft AG zurückgebaut. Doch verschrottet wird sie nicht: Sie wurde für einen symbolischen Euro nach Polen verkauft, wo sie weiter Strom produzieren wird.

Abbau der ältesten „grossen“ Windenergieanlage der Schweiz. Bild: ADEV
Abbau der ältesten „grossen“ Windenergieanlage der Schweiz. Bild: ADEV

1994 wurde sie gebaut, die Pionier-Grossanlage auf dem Grenchenberg: „Sie verfügte über eine Nabenhöhe von 30 Metern und 12 Meter lange Flügel“, weiss Andres Appenzeller von der ADEV Windkraft AG zu berichten, der bereits beim Bau der Anlage für die ADEV tätig war, „und produzierte jährlich rund 120‘000 kWh Strom.“ Die damals grösste Anlage der Schweiz hatte eine Leistung von 150 kW.

Die Anlage produzierte bis auf kleinere Unterbrüche 27 Jahre lang verlässlich Strom. Erst im vergangenen Dezember kam es zu einem Defekt, der die Anlage lahmlegte. Die ADEV kam damals zum Schluss, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohne. Denn wenn der neue Windpark Grenchenberg der SWG, der sich vor dem Bundesgericht befindet, grünes Licht erhält, gibt es für die ADEV-Pionieranlage sowieso keinen Platz mehr: „Aufgrund Abmachungen mit den Naturschutzorganisationen wurde im Rahmen des Bewilligungverfahrens für den der SWG geplanten Windpark darauf verzichtet hinter der Wandflue, dort wo die alte Anlage stand, eine neue Anlage zu planen, da das Gebiet an ein BLN-Gebiet anstösst “, erklärt Andreas Appenzeller.

Die Anlage produzierte bis auf kleinere Unterbrüche 27 Jahre lang verlässlich Strom. Bild : ADEV
Die Anlage produzierte bis auf kleinere Unterbrüche 27 Jahre lang verlässlich Strom. Bild : ADEV

Appenzeller hofft, dass es mit der Windkraft auf dem Grenchenberg weitergeht: «Unsere Messungen haben schon vor 27 Jahren ergeben, dass es ein guter Standort ist. Zudem ist er mit einer Strasse erschlossen.» Die ADEV Windkraft AG betreibt auch die beiden Windenergieanlagen in St. Brais.

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Akzeptanz, Anwohnende, Gemeinden, Naturschutz, Technik