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Weltweit erstes recycelbares Rotorblatt für den Einsatz auf See entwickelt

Siemens Gamesa bringt das Recyclable-Blade auf den Markt, weltweit das erste Windturbinenblatt, das am Ende seines Lebenszyklus recycelt werden kann. Möglich wird dies durch den Einsatz eines neuartigen Harzes. Die ersten sechs Recyclable-Blades wurden in der Rotorblattfertigung im dänischen Aalborg hergestellt und sollen im Offshore-Windpark Kaskasi in Deutschland an ausgewählten Anlagen installiert und getestet werden.

Für 80-90 % der Komponenten einer Windturbine, wie Turm und Maschinenhaus, gibt es etablierte Recyclingverfahren. Die Verbundwerkstoffe, die in den Rotorblättern verwendet werden, sind dieselben wie sie auch in Auto- und Flugzeug-Karosserien, Rohren etc. zum Einsatz kommen. Zurzeit werden diese Stoffe am Ende ihres Lebenszyklus zum Beispiel in der Zementindustrie als Brennstoff verwendet. Das Recyclable-Blade wird wie die aktuellen Standardrotorblätter von Siemens Gamesa im bewährten Integral-Blade-Verfahren hergestellt. Allerdings kommt hier ein neues Harz zum Einsatz, was das Recyceln der Werkstoffe am Ende des Rotorblatt-Lebenszyklus ermöglicht.

Technologischer Fortschritt
Die Rotorblätter der Siemens-Gamesa-Windturbinen bestehen aus einer Kombination von Materialien, die mit Harz zu einer starken und flexiblen Leichtbaustruktur vergossen werden. Die chemische Struktur des neuen Harztyps ermöglicht es, das Harz am Ende der Lebensdauer des Blattes effizient von den anderen Komponenten zu trennen. Dieses Verfahren schützt im Gegensatz zu bestehenden Recyclingverfahren die Eigenschaften der Materialien im Blatt und ermöglicht, dass die Materialien in neuen Anwendungen wiederverwendet werden können.

Die ersten Einsätze
Die weltweit ersten Windturbinen mit recycelbaren Rotorblättern sollen im Offshore-Windkraftwerk Kaskasi in Deutschland installiert und getestet werden. Nach den derzeitigen Plänen soll das Projekt ab 2022 Strom produzieren. EDF und Siemens Gamesa arbeiten gemeinsam daran, mehrere Sätze der Recyclable-Blades bei einem zukünftigen Offshore-Projekt einzusetzen. Auch zusammen mit Wpd will das Unternehmen die neue Technologie in einem ihrer zukünftigen Offshore-Windkraftwerke installieren. 

Infografik über die neue Technologie

Quelle: Siemens GamesaRenewable Energy

Tags

Akzeptanz, Forschung, Internationales, Technik, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen