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Nationaler Vogelschutzbericht 2019 Deutschlands: Die Anzahl der Seeadler, Uhus, und Schwarzstorche steigt

Der Nationale Vogelschutzbericht 2019 Deutschlands bescheinigt einigen Vogelarten, die im Rahmen von Windkraftprojekten zu betrachten sind, gute Bestandsentwicklungen. Dazu gehören Grossvogelarten wie Seeadler, Uhu und Schwarzstorch. Auch der Bestand des bekannten Rotmilans wird als „stabil“ eingestuft. Diese Arten profitieren von intensiven und meist speziell auf sie zugeschnittenen Schutzbemühungen, macht der Vogelschutzbericht deutlich.

Ein Drittel der Vogelarten sei hingegen im Bestand zurückgegangen. Betroffen seien vor allem bodennah lebende Vögel wie Kiebitz und Rebhuhn. Diese Entwicklung sei wesentlich auf die Intensivierung der Landwirtschaft, die Qualität von Wiesen und Weiden und den Rückgang des Nahrungsangebots zurückzuführen.

Die Reduzierung des Nahrungsangebots durch die Landwirtschaft, die Veränderungen in den Naturräumen oder Tourismus mehr Einfluss auf die Populationsentwicklung haben als die Windenergie. Bild: Sven Lachmann, Pixabay
Die Reduzierung des Nahrungsangebots durch die Landwirtschaft, die Veränderungen in den Naturräumen oder Tourismus mehr Einfluss auf die Populationsentwicklung haben als die Windenergie. Bild: Sven Lachmann, Pixabay

Gefahren durch Landwirtschaft und Tourismus
Der Nationale Vogelschutzbericht macht für viele Arten, die im Rahmen von Windkraftplanungen zu berücksichtigen sind, deutlich, dass andere Gefährdungsquellen wie die Reduzierung des Nahrungsangebots durch die Landwirtschaft, die Veränderungen in den Naturräumen oder Tourismus mehr Einfluss auf die Populationsentwicklung haben als die Windenergie. Einige Befunde zu den für die Windenergie relevanten Vogelarten aus dem Nationalen Vogelschutzbericht 2019 auf einen Blick:

Schwarzstorch

Rotmilan

Seeadler

Schreiadler

Schwarzmilan

Uhu

Wiesenweihe


Windenergiebranche nimmt Natur- und Artenschutz ernst
Natur- und Artenschutz sind auch in Deutschland für die Windenergiebranche ein grosses Anliegen. Im Planungsprozess werden besonders wertvolle Flächen für den Natur- und Artenschutz ausgenommen. Auf den verbleibenden möglichen Vorhabengebieten werden durch faunistische Untersuchungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen potenzielle Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz identifiziert und im weiteren Planungsprozess entsprechend minimiert. Mit Kompensations- und Aufforstungsmassnahmen werden die verbleibenden Eingriffe ausgeglichen.

Gemeinsam mit verschiedenen Umweltverbänden hatte der deutsche Bundesverband WindEnergie BWE weitere Vorschläge vorgelegt (siehe Suisse Eole News vom 8.10.19), wie das Naturschutzrecht konkretisiert werden kann, um Vogelarten noch effektiver zu schützen. Dazu gehören der Aufbau eines Bestandsmonitorings, die Erarbeitung anerkannter Standards im Genehmigungsverfahren, planerisch ausgewiesene Rückzugsräume sowie die Verankerung des Populationsansatzes zur Gefährdungsabwägung. Der BWE setzt sich für eine umweltverträgliche Energiewende ein und ist der Meinung, dassWindenergie und Artenschutz miteinander in Einklang gebracht werden können. Die Befunde des Nationalen Vogelschutzbericht bestätigen diese Einschätzung.

Nationale Vogelschutzbericht 2019

Text: Deutscher Bundesverband Windenergie

Tags

Internationales, Naturschutz, Technik, Umwelt