News

Rotmilan-Bestand in Deutschland langfristig stabil

Gemäss des deutschen Bundesamts für Naturschutz und der EU-Kommission sind die Bestandsentwicklungen für den Rotmilan sowohl im Kurzzeittrend (2004–2016) als auch im Langzeittrend (1988 bis 2016) stabile Bestandsentwicklung. Dies ist ein gutes Signal, weil damit anschaulich wird, dass sich der Bestand dieser wertvollen Art unabhängig vom Ausbau der Windenergie entwickelt.

Es ist eine wichtige Feststellung, dass der Bestand des Rotmilans als stabil eingeschätzt wird (aktuelle Zahlen). Weder der Anstieg der Population bis 1990, noch der Abfall zwischen 1990/91 und 1996 stehen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Windenergie. Gleiches gilt für die natürlichen Schwankungen innerhalb einer insgesamt stabilen Entwicklung des Bestandes seit 1988. Diese Erkenntnis ist auch wichtig für die vielen laufenden Genehmigungsverfahren. Oft stellen Vorkommen der als windenergiesensibel eingestuften Arten in der Nähe von geplanten Windenergieanlagen unüberwindbare Hindernisse dar, obwohl Lösungen möglich sind.

Auch in der Schweiz geht es dem Rotmilan gut. Bild: Pixibay Peter Dargatz
Auch in der Schweiz geht es dem Rotmilan gut. Bild: Pixibay Peter Dargatz

Für die Windbranche ist und bleibt der Natur- und Artenschutz wichtig. Daher begrüsst die Windbranche populationsstützende Massnahmen im Rahmen von Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen. Zu oft aber sind heute die Genehmigungsprozesse durch die vermeintliche Unvereinbarkeit mit den gesetzlichen Vorgaben zum Artenschutz erschwert. Ein Beschluss des deutschen Bundesverfassungsgerichts forderte bereits den Gesetzgeber auf, hier klarere Regeln aufzustellen. Zudem müssen aktuell gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse in die laufenden Genehmigungsprozesse einfliessen.

Vorkommen des Rotmilans in der Schweiz. Grafik: Vogelwarte Sempach
Vorkommen des Rotmilans in der Schweiz. Grafik: Vogelwarte Sempach

Schweiz Bestand verdreifacht
Auch in der Schweiz geht es dem Rotmilan gut: Der Bestand der Rotmilans hat sich in der Schweiz seit 2000 verdreifacht, gegenüber 1990 sogar versechsfacht. 

Text: Suisse Eole, Quelle: Deutscher Bundesverband WindEnergie, Vogelwarte Sempach

Tags

Internationales, Naturschutz, Umwelt