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Jurassisches Parlament nimmt Windenergie-Richtplan an

Der Kanton Jura verfügt nun über ein Instrument, um Windparks zu planen. Am 27. November hat das Parlament das Blatt Windenergie des kantonalen Richtplans mit grosser Mehrheit angenommen. Das Dokument, das die potenziellen Standorte für Windenergieanlagen im Kanton festlegt, wird nun dem Bundesrat zur Validierung übermittelt.

Das jurassische Parlament hat am 27. November das Blatt Windenergie des kantonalen Richtplans mit 48 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen. Darüber hinaus hat es ein Moratorium abgelehnt, das das Inkrafttreten des Beschlusses für 5 Jahre aussetzen sollte.

Um die Unterstützung der Bevölkerung zu erhalten, schlägt die Regierung vor, ein Modellprojekt am Standort Haute Borne zu realisieren.
Um die Unterstützung der Bevölkerung zu erhalten, schlägt die Regierung vor, ein Modellprojekt am Standort Haute Borne zu realisieren.

Sowohl Umweltminister David Eray als auch der Präsident der Umwelt- und Energiekommission Claude Schlüchter haben betont, dass es nicht darum geht, grünes Licht für ein konkretes Projekt zu geben. Sondern es geht darum, über ein Instrument zu verfügen, um den Ausbau der Windenergie zu planen. In dem Dokument wird vor allem festgelegt, welche Standorte die besten Voraussetzungen für Windparks aufweisen.

Bundesrat muss zustimmen
Der Kanton ist verpflichtet, in seinem Richtplan die Standorte festzulegen, die sich für die Nutzung von Windenergie eignen. Das Blatt wird dem Bundesrat zur Zustimmung übermittelt. „Wir wollen die Interessen der Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Jura im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung berücksichtigen“, fügte David Eray hinzu.

Pilotprojekt
Um die Unterstützung der Bevölkerung zu erhalten, schlägt die Regierung vor, ein Modellprojekt am Standort Haute Borne zu realisieren, der sich auf dem Gebiet der Gemeinden von Delémont, Bourrignon, Develier und Pleigne befindet. Kein weiteres Windenergieprojekt soll begonnen werden, bevor eine Bilanz des Modellprojekts vorliegt. Die Fiche umfasst vier weitere mögliche Standorte, die schon seit 2018 bekannt sind: Zwei liegen in Ajoie, einer im Distrikt von Delémont und einer in den Freibergen – hier produzieren bereits seit ungefähr zehn Jahren fünf Windenergieanlagen Strom.

Quelle: Keystone-SDA

Tags

Akzeptanz, Energiepolitik, Kantone, Technik