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Windpark Chroobach aus Sicht des WWF auf gutem Weg

Das im Wald geplante Windpark-Projekt in Hemishofen (SH) lässt sich – mit gewissen Nachbesserungen – umweltverträglich realisieren. Zu diesem Schluss kommt eine Beurteilung des WWF. Sie basiert auf Dokumenten der Projektträgerschaft zur Umweltverträglichkeit, in welche der WWF im Rahmen der Begleitgruppenarbeit Einsicht erhielt.

Berichte und Gutachten zur Umweltverträglichkeit des Projekts in Hemishofen sind im Rahmen der Planungsarbeiten soweit abgeschlossen. Der Park mit vier Windenergieanlagen soll jährlich rund 20 Mio. kWh Windstrom produzieren. Der WWF, der bei allen Sitzungen der Projekt-Begleitgruppe mitwirkte, hat eine fundierte und unabhängige Beurteilung des Projektes vorgenommen. «Beim Chroobach würde es sich schweizweit um den ersten Windpark im Wald handeln. Wir wollten darum Gewissheit haben, ob wir hinter diesem Projekt stehen können.», sagt Simon Furter, Geschäftsführer des WWF Schaffhausen. Im Rahmen des transparenten und lösungsorientierten Begleitprozesses hat der WWF wichtige Nachbesserungen für die Natur eingebracht.

Der Park mit vier Windenergieanlagen soll jährlich rund 20 Mio. kWh Windstrom produzieren. Fotomontage: Projektgemeinschaft Chroobach Windenergie
Der Park mit vier Windenergieanlagen soll jährlich rund 20 Mio. kWh Windstrom produzieren. Fotomontage: Projektgemeinschaft Chroobach Windenergie

Auswirkungen auf die Natur vertretbar
Die von WWF Schweiz und dem Umwelt-Beratungsbüro Swild mit dem Tool «WWF-Windrose» durchgeführte Projektbeurteilung zeigt, dass

«Zusammen mit dem WWF beurteilen wir das Projekt als bewilligungsfähig, sofern die von uns vorgeschlagenen Massnahmen aufgenommen und vertraglich gesichert werden.», fasst Fabio Bontadina, Geschäftsführer von Swild, zusammen. Zentral ist, dass in den ersten drei Betriebsjahren ein Monitoring durchgeführt wird und der Windparkbetreiber eine Nachbesserungspflicht akzeptiert, sollten die Schädigungen an Vögeln und Fledermäusen grösser ausfallen als erwartet.

Text: Suisse Eole, Quelle: WWF Schaffhausen

Tags

Akzeptanz, Anwohnende, Naturschutz, Technik, Umwelt