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Rechnerknoten und Datenspeicher in Windenergieanlagen integriert

In Deutschland wurde erstmals ein Rechenknoten und Datenspeicher direkt in eine Windenergieanlage integriert. Das Konzept Windcores zeigt, dass IT-Systeme in einem Windpark nachhaltig und wirtschaftlich versorgt werden können. Die Anlage ging im Oktober 2017 im deutschen Lichtenau in Betrieb.

WestfalenWind IT und der SICP – Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn betreiben seit Oktober 2017 Deutschlands ersten Rechenknoten und Datenspeicher in einer Windenergieanlage in Lichtenau.
WestfalenWind IT und der SICP – Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn betreiben seit Oktober 2017 Deutschlands ersten Rechenknoten und Datenspeicher in einer Windenergieanlage in Lichtenau.

Im Fuss des 13 Meter breiten und 150 Meter hohen Stahlbetonturmes sind derzeit vier feuerbeständige IT-Sicherheitsschränke aufgestellt. Die Daten sind in den IT-Safe-Schränken vor fremdem Zugriff und EMV-Störungen (elektromagnetische Verträglichkeit) geschützt. Die Betriebszustände der Anlage lassen sich in Echtzeit messen und sämtliche Zugänge zu den Systemen werden beobachtet. Produzierter Ökostrom wird ortsnah verwertet, vorhandene Gebäude und Infrastrukturen werden genutzt, anstatt neue gebaut. Firmen wissen genau, wo ihre Daten liegen und ihre Rechenvorgänge stattfinden. Obendrein sind die Betriebskosten geringer. So können Stromkosten um bis zu 50 Prozent auf 15 Cent pro Kilowattstunde reduziert werden. Zudem erlaubt die sichere Integration der IT in Windparks eine Anbindung an weitere erneuerbare Energieerzeuger und den notwendigen Kommunikationsnetzen.

Quelle: Westfalenwind GmbH

Tags

Akzeptanz, Internationales, Technik, Wirtschaft/Finanzen