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Schweizer Windkraft statt Gaskraftwerke für eine sichere Stromversorgung der Schweiz im Winter!

ElCom-Präsident Carlo Schmid warnte gestern am Elcom-Forum, dass sich Stromengpässe im Winter verschärfen könnten, weil nicht sicher sei, ob genügend Strom importiert werden könne. Er fordert eine höhere einheimische Stromproduktion. Die Gasindustrie meldet bereits, sie könnte die Stromproduktion mittels neuer Gaskraftwerke erhöhen. „Windkraftwerke könnten diesen Strom ebenfalls liefern, ohne zusätzlichen CO2-Ausstoss, höchstwahrscheinlich sogar günstiger und erst noch unabhängig von Gaslieferanten“, gibt Reto Rigassi, Geschäftsführer von Suisse Eole, zu bedenken.

Steigen der CO2- und der Gaspreis, was anzunehmen ist, wäre der grüne Strom sogar deutlich günstiger als der aus Gaskraftwerken. Zudem heizen Gaskraftwerke unser Klima zusätzlich an: Ein Kombikraftwerk mit einer Leistung von 500 Megawatt stösst jährlich so viel CO2 aus wie rund 400‘000 Personenwagen im Jahr. „Windprojekte in dieser Grössenordnung sind in der Schweiz in Planung und könnten im selben Zeitraum realisiert werden wie ein Gaskraftwerk“, führt Windenergieexperte Rigassi aus. Ein weiterer Vorteil der Windenergie: Die Anlagen produzieren den Löwenanteil ihrer Jahresproduktion, sprich rund zwei Drittel, im Winterhalbjahr, dann wenn der Bedarf am höchsten ist, Wasser- und Solarkraft aber deutlich weniger produzieren.

Eine moderne Windenergieanlage mit einer Gesamthöhe von 150 bis 200 Meter erzeugt Strom für ein Dorf mit rund 3500 Einwohnern bzw. ca. 1700 Haushalte. Und das ganz ohne CO2-Ausstoss. Nachdem eine Windenergieanlage mehr als 20 Jahre lang Strom produziert hat, kann sie in nur einer Woche wieder abgebaut werden. Der Boden ist nach dem vollständigen Rückbau wieder zu 100 % landwirtschaftlich nutzbar. Windenergie trägt im Team mit Solar- und Wasserkraft zu einer sicheren, ökologischen und von ausländischen Lieferanten unabhängigen Stromversorgung der Schweiz bei.

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Akzeptanz, Energiepolitik, Technik, Wirtschaft/Finanzen