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Winterstrom: Solarenergie kann mehr – Windstrom bleibt wichtig

Der Schweizerische Energiestiftung SES hat am 30.10.2018 die Studie «Photovoltaik als kostengünstigste Stromquelle dauerhaft blockiert? Analyse der Mittelverwendung aus dem Netzzuschlag 2008-2019 und Vorschläge zur Optimierung» publiziert, die zum Ergebnis kommt, dass „Photovoltaik inzwischen günstiger als jede andere Kraftwerkstechnik ist, auch für die Stromproduktion im Winterhalbjahr." Sie möchte damit bewirken, dass der Einsatz der begrenzten Mittel für die Förderung der erneuerbaren Energien optimiert wird. SES-Projektleiter Felix Nipkow fordert Bundesrat und Parlament auf, jetzt zu handeln." Für eine sichere, günstige und umweltfreundliche Stromversorgung darf die Solarenergie nicht länger benachteiligt werden. Sie hat sich in den letzten Jahren zur günstigsten Option entwickelt – auch für die Stromversorgung im Winterhalbjahr. Es ist Zeit für eine Kurskorrektur."

Muss diese Studie nun so interpretiert werden, dass die Windenergienutzung nicht mehr als notwendig erachtet wird?
Felix Nipkow dementiert: „Schweizer Windenergie bleibt für eine sichere Stromversorgung wichtig. Bei der Windenergie fallen über 60% der Stromerzeugung im Winterhalbjahr an. Bei der Photovoltaik gehen wir bei gezieltem Ausbau von insgesamt 40% aus.“ Die Studie solle vielmehr aufzeigen, dass Solar- und Windenergie kostengünstig den hohen Eigenversorgungsgrad erhalten können. Das dient auch der ganzjährigen Versorgungssicherheit ohne Kernkraftwerke. „Solar- und Windenergie sind ausgereift und kostengünstig nutzbar und somit für eine sicherere und saubere Energiezukunft in der Schweiz unverzichtbar."

Hier finden Sie in aller Kürze die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:

Hier kann die ganze Studie heruntergeladen werden:

Tags

Energiepolitik, Forschung, Umwelt