News

VBS reduziert Ausschlussgebiet in der Region Payerne

Das VBS hat eine überarbeitete Fassung der Armasuisse-Studie über die Auswirkungen von Windenergieanlagen in der Nähe des Militärflugplatzes Payerne veröffentlicht. Eine erste, im Dezember 2016 veröffentlichte, Version stiess auf Kritik von Seiten der Kantone, der Investoren und von Suisse Eole. Zwischenzeitlich konnten einige Kompromisse gefunden werden. Suisse Eole begrüsst die Verbesserungen und hält fest, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Es geht darum, mit dem VBS eine Lösung zu finden, um die Windenergieziele des Bundes und der Energiestrategie 2050 umzusetzen.

Zur Erinnerung: Im Dezember 2016 stellte das VBS die Resultate der Armasuisse-Studie „Ausbau der Windenergie beim Militärflugplatz Payerne: Konfliktpotential, Ausschluss- und Vorbehaltsgebiete“ vor, die eine Vorbehaltszone innerhalb eines Radius von 20 km um den Militärflugplatz Payerne festlegte.

Ein Schritt in die richtige Richtung
Aufgrund der von den beteiligten Kreisen geäusserten Kritik fanden Diskussionen zwischen den betroffenen Kantonen und Investoren sowie dem VBS statt. Am 29. Juni 2017 veröffentlichte das VBS eine aktualisierte Studie zu Payerne. «Der Ansatz ist ein Schritt in die richtige Richtung », hält Matthieu Ducret, Projektverantwortlicher für Flugsicherheit bei Suisse Eole, fest. Die Flugkräfte haben die übermässig grosse Ausschlusszone, die in der ersten Studie 2016 vorgesehen war, verkleinert. Der Sektor, in dem die Armee Hand bietet, um Windenergieprojekte zu überprüfen, wurde vergrössert. Matthieu Ducret erklärt: «Die Lösungsfindung muss jedoch fortgeführt werden, da die Ausschluss- und Vorbehaltsgebiete immer noch sehr gross sind.» Die Lösungssuche in Payerne wird sich auch auf die Bewilligungsprozesse anderer Armeeflughäfen auswirken.

Der vergrösserte Sektor, in dem das VBS Hand bietet, Windenergieprojekte zu prüfen. Er ist jedoch noch gross: In der rote Zone soll es gar keine Windenergieanlagen geben, in der orangen eine projektspezifische, detaillierte Prüfung. Grafik : Armasuisse
Der vergrösserte Sektor, in dem das VBS Hand bietet, Windenergieprojekte zu prüfen. Er ist jedoch noch gross: In der rote Zone soll es gar keine Windenergieanlagen geben, in der orangen eine projektspezifische, detaillierte Prüfung. Grafik : Armasuisse

Windenergie im Rahmen der Energiestrategie 2050
Das durch den Bundesrat am 28. Juni 2017 verabschiedete Konzept Windenergie des Bundes enthält bereits die realisierten Änderungen. Das VBS schreibt in seiner Pressemeldung: «Das verkleinerte Gebiet um den Militärflugplatz ist im Konzept bereits integriert worden als grundsätzlich auszuschliessende Zone.» Suisse Eole unterstreicht, dass das Ziel darin bestehe, mit der Armee eine Lösung zu finden, um die nötigen Windparks zu bauen, damit die in der Energiestrategie 2050 definierten Windstromziele erreicht werden könnten. «Windenergie hat in der Winterstromversorgung eine wichtige Rolle», erinnert Matthieu Ducret. «Windenergieanlagen produzieren zwei Drittel ihres Stroms im Winterhalbjahr, dann wenn die Nachfrage am höchsten ist.»

Die Armasuisse-Studie soll aufzeigen, in welchen Gebieten sich Windenergieanlagen auf den Flugbetrieb und die damit zusammenhängenden Systeme des Militärflugplatzes auswirken könnten. Die am 29. Juni veröffentliche Version ersetzt nach Aussage des VBS die Version von 2016.

Ausbau der Windenergie beim Militärflugplatz Payerne: Konfliktpotenzial, Ausschluss- und Vorbehaltsgebiete

Stellungnahme von Suisse Eole zur Armasuisse-Studie von 2016

Stellungnahme von Suisse Eole zum Konzept Windenergie des Bundes

Tags

Akzeptanz, Energiepolitik, Gemeinden, Kantone, Technik