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Airborne Wind Energy – Winddrachen ernten Windenergie

Das von der ETH Zürich 2016 entwickelte Technologie Airborne Wind Energy (AWE) zielt darauf ab, die Windenergie auf unkonventionelle Weise zu nutzen. Das Konzept besteht aus einem auftrieb-generierenden Flugsystem, dass über ein Seil einen Generator am Boden antreibt. Aufgrund der flexibel einstellbaren Seillänge könnte das Flugzeug in grosse Höhen Wind ernten.

Airborne Wind Energy Systeme könnten theoretisch in grossen Höhen können stärkere und beständigere Winde genutzt werden, als konventionelle Anlagen.
Airborne Wind Energy Systeme könnten theoretisch in grossen Höhen können stärkere und beständigere Winde genutzt werden, als konventionelle Anlagen.

Strom wird dabei während zwei Phasen produziert. Während der ersten Phase – der Traktionsphase – wird der Auftrieb des Flügels über ein Seil auf einen Generator übertragen. Die Seilrolle wird kontinuierlich abgerollt und dadurch Strom erzeugt, bis die optimale Höhe erreicht wird. In der zweiten Phase – der Einzugsphase – wird der Flügel wieder eingeholt. Dabei wird durch optimierte Steuerung und Flügelform weniger Energie verbraucht, als in der ersten Phase erzeugt wurde.

Die ETH Zürich konnte für die Entwicklung die ABB als Partner mit ins Boot holen. Ob sich das System durchsetzen wird, ist heute noch nicht abzuschätzen. Insbesondere Fragen der Flugsicherheit könnten noch einen Stolperstein darstellen.

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Forschung, Technik