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Naturschützer Neumann: „Mit pauschalen Abständen wird man den Auswirkungen auf die Natur nicht gerecht.“

Werner Neumann leitet den deutschen Bundesarbeitskreis Energie im Wissenschaftlichen Beirat des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, und ist Mitglied des BUND-Landesvorstandes in Hessen. In einem Interview erklärt er, pauschale Abstände von Windenergieanlagen (zu Wohngebäuden) machten keinen Sinn. Er unterstreicht auch, dass die Auswirkungen auf die Natur mit höheren Anlagen abnehmen werden.

Hier die Aussagen von Werner Neumann, wie Naturschutz und die Planung von Windparks in Einklang gebracht werden können:
„Mögliche Auswirkungen auf den Naturschutz können durch sorgfältige Planung – das heisst 2 % der Landesfläche als Planungsraum – und Einzelfallprüfung sowie Artenhilfskonzepte unterhalb signifikanter Auswirkungen gehalten werden. Das BUND-Szenario mit dem Ziel von 100 Prozent erneuerbarer Energien besagt, dass 40‘000 Anlagen an Land in Deutschland benötigt werden. Grundlage der Berechnung sind allerdings höhere Anlagen mit einer grösseren Leistung als die derzeitigen 30‘000 Bestandsanlagen. Mit grösserer Höhe werden die Auswirkungen auf die Natur übrigens geringer werden. Mit pauschalen Abstandsradien wird man den konkreten Auswirkungen auf Natur und Arten nicht gerecht. Ebenso ist es nicht nachvollziehbar, reale Vogelschlagzahlen mit mathematischen Methoden auf das Hundertfache realer Werte hochzurechnen.“

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Quelle: Deutscher Bundesverband WindEnergie

Tags

Akzeptanz, Internationales, Naturschutz, Technik, Umwelt