News

Repowering: Tonnenschwere Legosteine auf dem Mont Crosin

Die Juvent SA ersetzt diesen Sommer die vier ältesten Windenergieanlagen auf dem Mont Crosin und Mont-Soleil. Am vergangenen Montag und Dienstag wurde die 1.75 MW-Anlage unweit der Auberge Assesseur rückgebaut, Präzisionsarbeit mit tonnenschweren „Legosteinen“.

„Wenn die Gondel sicher unten ist, dann ist die Kuh vom Eis“, erklärt Ulrich Vogel der 3E WKA System GmbH lachend. Er begleitet die Rück- und Aufbauarbeiten im Auftrag der Juvent SA. Die Gondel wiegt 56 Tonnen und sie muss unbeschädigt unten ankommen, denn die Anlage wurde nach Weissrussland verkauft, wo sie weiter Strom produzieren wird.

„Wenn die Gondel sicher unten ist, dann ist die Kuh vom Eis“, erklärt Ulrich Vogel der 3E WKA System GmbH. Bild: Anita Niederhäusern
„Wenn die Gondel sicher unten ist, dann ist die Kuh vom Eis“, erklärt Ulrich Vogel der 3E WKA System GmbH. Bild: Anita Niederhäusern

Nach Weissrussland
„Eineinhalb Tage rechnen wir für den Rückbau einer Anlage dieser Grösse“, führt Ulrich Vogel aus. Auf dem Bauplatz leistet ein Team von Litauern Präzisionsarbeit beim Abbau. „Sie sind sehr erfahren und arbeiten höchst effizient“, erklärt Ulrich Vogel. Die Litauer werden die Anlage nach dem Abbau per Lastwagen nach Weissrussland transportieren und dort wieder aufbauen.

Der Turm der Anlage ist in drei Teile aufgeteilt, die wie Legosteine eins nach dem anderen abgehoben und sorgfältig auf dem Boden deponiert werden. Keine leichte Aufgabe: Ein Teil dieser Anlage wiegt durchschnittlich 38 Tonnen, die Rotorblätter je 3.6 Tonnen.

Präzisionsarbeit: der zweite „Legostein“ des Turms wird abgehoben. Er wiegt an die 38 Tonnen. ©Bild: Anita Niederhäusern
Präzisionsarbeit: der zweite „Legostein“ des Turms wird abgehoben. Er wiegt an die 38 Tonnen. ©Bild: Anita Niederhäusern

3.3 MW Anlage ein paar Schritte weit entfernt
Ende August wird ein paar Schritte vom alten Standort entfernt eine 3.3 MW Windenergieanlage aufgebaut. Das Fundament der alten Anlage wird bis auf ein Meter unter dem gewachsenen Terrain rückgebaut, danach kann die Fläche wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Die Zufahrtstrasse wurde für die Anlieferung der neuen Anlage mit Schottersteinen um einen Meter verbreitert. Nach der Fertigstellung der Anlage wird sie wieder auf die ursprüngliche Breite von 3m zurückgebaut, sodass kein landwirtschaftlicher Boden verloren geht. Der Humus wurde für die Verbreiterung abgetragen und neben der Strasse deponiert (siehe Bild).

Detaillierte Montage-Zeitpläne >>

Text: Suisse Eole

In dieses Rotorblatt hat der Blitz eingeschlagen. Doch der Schaden lässt sich reparieren. ©Bild: Anita Niederhäusern
In dieses Rotorblatt hat der Blitz eingeschlagen. Doch der Schaden lässt sich reparieren. ©Bild: Anita Niederhäusern
Blick über den Turmrand bei Abbau. Keine 10 Personen sind nötig, um die 1.75 MW Anlage zurückzubauen. ©Bild: Anita Niederhäusern
Blick über den Turmrand bei Abbau. Keine 10 Personen sind nötig, um die 1.75 MW Anlage zurückzubauen. ©Bild: Anita Niederhäusern
Die Zufahrtsstrasse wurde für die Anlieferung der neuen Anlage mit Schottersteinen um einen Meter verbreitert und wird später wieder zurückgebaut. ©Bild: Anita Niederhäusern
Die Zufahrtsstrasse wurde für die Anlieferung der neuen Anlage mit Schottersteinen um einen Meter verbreitert und wird später wieder zurückgebaut. ©Bild: Anita Niederhäusern

Tags

Technik, Wirtschaft/Finanzen