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30 weitere Windanlagen im Jura bis 2035

Es war die erste Präsentation des Zwischenberichts durch das Bau- und Umweltdepartement. Raphaël Macchi, Leiter der Arbeitsgruppe, erläuterte den 50 Anwesenden in Delémont die Methodik, nach der die Windstandorte ausgewählt wurden. 

Bildergebnis für Kanton Jura

Drei Ausschlusskriterien wurden dabei berücksichtigt: Ausschluss aus technischen Gründen, Ausschluss aus Umweltgesichtspunkten und Ausschluss aus Schutzaspekten (Landschaftsschutz/Heimatschutz). Anschliessend wurden die 70 in Frage kommenden Standorte in den drei Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales evaluiert. Schliesslich wurden 20 Standorte ausgewählt (aktueller Stand des Verfahrens). 

An diesen Standorten könnten ungefähr 170 Windenergieanlagen gebaut werden. Der Windenergieplan, der 2013 erstellt wurde und der zu einer grösstmöglichen Selbstversorgung des Kantons Jura mit Strom beitragen soll, sieht den Bau von ungefähr 30 Windanlagen bis 2035 vor, davon sollten 15 bereits bis 2021 fertiggestellt sein. Die Arbeitsgruppe hat also noch Spielraum, um die Standortwahl weiter zu differenzieren. Die endgültig festgelegten Standorte werden dann in den kantonalen Richtplan aufgenommen, der von der Regierung und dem Parlament bestätigt werden muss. Die Regierung wird den Plan nach den Sommerferien erhalten, die Parlamentarier werden ihn voraussichtlich Anfang 2016 in den Händen haben. Bau- und Umweltminister Philippe Receveur betont zwar die Bedeutung des partizipativen Prozesses, das Entscheidungsverfahren für die Validierung muss aber noch festgelegt werden. Sollte es sich dabei um einen kantonalen Sonderplan handeln, wie er im jetzigen Stadium favorisiert wird, werden die Gemeinden und Bürger bei der endgültigen Entscheidung im Abseits stehen. „Bei der Verwirklichung der Projekte setzen wir auf eine partizipative Vorgehensweise“, unterstrich Raphaël Macchi.

Quelle: Le Quotidien jurassien

Tags

Akzeptanz, Energiepolitik, Kantone