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Windenergie in den Kantonen 2014 - aktuelle Fragestellungen

Vorweg berichtet Vizepräsident und Nationalrat Bastien Girod über Aktuelles aus der nationalen Energiepolitik, insbesondere für die Windenergie relevantes.
Im ersten Teil gingen drei Referenten der Frage nach, wie viele Studien für eine sorgfältige Planung notwendig sind. Markus Schmid vom Raumplanungsamt Solothurn legt seine Erfahrungen am Beispiel des Projektes Grenchenberg dar. Er folgerte, dass Studien eine Analyse ermöglichen, mögliche Konflikte aufzeigen und sinnvolle Massnahmen vorschlagen sollen. Gleichzeitig bringen mehr Gutachten aber nicht mehr Erkenntnisse. Johannes Vogel, BKW berichtete von seinen Erfahrungen als Projektentwickler und plädierte für einen mutigeren Umgang mit Unsicherheiten und wünschte sich gesamtschweizerische Handlungsempfehlungen, die auf nationalen wie internationalen Erfahrungen basieren.
Der Gast aus Baden-Württemberg, Felix Normann vom Kompetenzzentrum Wind berichtete, dass bei Vögeln und Fledermäusen eine differenzierte Betrachtung nach Arten sinnvoll ist und vermerkte, dass in ihrem Bundesland der Vogelzug nicht gutachterlich betrachtet wird.


Im zweiten Teil konnte Andreas Appenzeller anschaulich am Beispiel des Windparks St. Brais und dem „Flügelrauschen“ darlegen, dass absolute Abstände zu bewohnten Gebäude keine allfällige Probleme der Hörbarkeit lösen und die heutige Regelung in der Schweiz sinnvoll ist.
Simon Inauen zeigte auf, dass Akzeptanz auch gewonnen werden kann, in dem sich Gemeinden in geeigneter Form an Windenergie-Anlagen beteiligen. Dies möglichst früh, um Mitsprache zu ermöglichen und den Investor zu unterstützen - ohne selbst hohe Risiken einzugehen.
In seinem Schlussreferat zeigt Cyrill Studer aus dem Kanton Luzern, wie Sie als Kanton ihre Planungen vorangetrieben haben und Sicherheit für alle Seiten geschafft wurde.
Bezüglich Akzeptanzförderung empfahl dieser transparente Verfahren und den Einbezug lokaler Initiatoren mit Wertschöpfung vor Ort. Dabei sei der Dialog ein sehr zentraler Erfolgsfaktor. Akzeptanz sei kein Phänomen, sondern könne erarbeitet werden.

Bastien Girod, Vizepräsident Suisse Eole, Nationalrat, Mitglied UREK
Einführung - Aktuelles zur Energiestrategie

Markus Schmid, Projektleiter, Amt für Raumplanung, Kanton Solothurn
Wie viele Studien sind für eine sorgfältige Planung nötig

Johannes Vogel, Projektleiter BKW, Bern
Aufwand für Studien und Gutachten bei Windprojekten

Felix Normann, Kompetenzzentrum Windenergie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, Baden-Württemberg
Windenergie und Artenschutz - Planungshinweise der LUBW

Andreas Appenzeller, Geschäftsführer ADEV, Liestal
Parklayout und Beteiligung

Simon Inauen, New Energy Scout, Winterthur
Beteiligungs- und Entschädigungsmodell für Gemeinden

Cyrill Studer Korevaar, Dienststelle Umwelt und Energie, Kanton Luzern
Erfahrungen im Kanton Luzern

Reto Rigassi, Geschäftsführer Suisse Eole
Siehe Präsentation Einführung ab Folie 13

Bericht

Tags

Akzeptanz, Energiepolitik, Internationales, Kantone, Naturschutz, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen