Akzeptanz

Anwohnende in der Schweiz sind zufrieden mit ihren Windenergieanlagen

75 % der Anwohnenden von Windparks in der Schweiz befürworten die Windenergienutzung. Sie geben an, dass die Anlagen keine oder nur geringfügige Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden hätten. Lediglich 6 % fühlen sich stark belästigt. In der Wahrnehmung der Befragten überwiegen die Vorteile der Windenergie.

Zu diesen positiven Resultaten kommt eine breite Meinungsumfrage der Universitäten St. Gallen und Halle-Wittenberg aus dem Jahre 2013, die von den Bundesämtern für Energie (BFE) und Umwelt (BAFU) gefördert wurde Ähnliche Resultate zeigen sich auch im Ausland, wie z.B. in Deutschland. 

Kein oder nur ein schwacher Zusammenhang besteht zwischen der erlebten Belästigung und dem Wohnabstand zu Windenergieanlagen. Dank den Lärmschutzvorschriften wird sichergestellt, dass ein ausreichender Abstand eingehalten werden muss, ab dem die Distanz praktisch keine Rolle bei der Belästigungswirkung mehr spielt. Wesentlich sind neben persönlichen Faktoren die Sicht auf die Anlagen und der Verlauf des Planungsprozesses.

Die Studie bestätigt, dass es sich bei den Gegnern um eine ausgesprochen engagierte, aber kleine Minderheit handelt. Unter den 5.5 % der Befragten, die in der Projektphase gegen die Projekte waren, hat sich mehr als ein Drittel persönlich aktiv eingesetzt. Unter den 78 % der Befürworter hatte sich lediglich jede 18. Person engagiert.

Im Vergleich mit anderen Stromgewinnungsformen gilt Windenergie als sehr sicher und erreichte die zweitbeste Platzierung. Auch punkto möglicher negativer Auswirkungen schnitt Windenergie am zweitbesten ab.

Die Studie vergleicht auch verschiedene Belästigungswirkungen. Dabei wird Windenergie als etwa gleich störend angesehen wie Landwirtschaftsmaschinen oder Funkmasten. Landwirtschaftliche Gerüche, Hochspannungsleitungen oder Autobahnen hingegen werden als stärker belästigend wahrgenommen als Windenergieanlagen.

Zu den Wünschen der Anwohnerinnen und Anwohner bestehender Anlagen gehören: günstigere Strompreise für Anwohnende, mehr Beteiligungsmöglichkeiten bei der Planung, mehr Informationen und mehr Windenergieanlagen. Geringere oder andere Geräusche wünschten sich hingegen nur wenige.

Die Studie zeigt zudem, dass die Anwohnenden von bereits bestehenden Anlagen eine positivere Einstellung zu Windenergieanlagen haben als künftige Anwohnende von geplanten Standorten.

Dies lässt sich so interpretieren, dass die Nachbarschaft zu Anlagen ein noch unbekanntes Phänomen darstellt und Ängste auslösen kann.

Aus der Sicht von Suisse Eole sind verstärkte Information und mehr Sachlichkeit in der Diskussion nötig.

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