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Starker Wind, bessere Bedingungen

Rückblick Branchentreffen Windenergie vom 15. September 2009 in Bern
Inputs zu Landschaft, Fauna, lokaler Beteiligung, Transport und Montage

Der erste Teil des mit 130 Teilnehmenden sehr gut besuchten Branchentreffens befasste sich mit der Frage, ob Windturbinen dort gebaut werden dürfen, wo der Wind am stärksten weht. Im Vallée de Joux ist an einem Standort mit hervorragenden Windverhältnissen ein Projekt mit zehn Anlagen geplant, die das ganze Tal mit sauberem Strom versorgen könnten. Der Haken: Es liegt in einem Gebiet, das im Bundesinventar der schützenswerten Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) verzeichnet ist.

Die in den sechziger Jahren entstandenen Schutzzonen garantieren keinen verfassungsmässigen Schutz wie das bei den Hochmooren der Fall ist, sondern lassen den Kantonen einen kleinen Ermessensspielraum, welcher notabene für viele andere Bauprojekte regelmässig genutzt wird. Die Diskussion zeigte, dass sich die Geister stets an der Frage scheiden, wie jeweils die Interessen von Landschaftsschutz und Nutzung zur sauberen Energieproduktion im konkreten Fall gegeneinander abgewogen werden sollen. Eine Inventarisierung im BLN, so die Äusserungen am Branchentreffen, hat in einer Interessenabwägung ein starkes Gewicht. Die Veranstaltung markiert einen Zwischenschritt im laufenden Dialog der Windbranche mit Behörden und Umweltorganisationen. Suisse Eole bemüht sich um einvernehmliche Lösungen.

Im Bereich des Vogel- und Fledermausschutzes ist das bereits gelungen. Suisse Eole und die Umweltorganisationen haben sich auf ein Vorgehensraster bei der Beurteilung von Standorten geeinigt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des zweiten Teils des Seminars vorgestellt, der sich mit weiteren Brennpunkten der Windenergiediskussion befasste.

Ein Schlüsselfaktor für gute Windenergieprojekte ist der Einbezug der lokalen Bevölkerung. Im Beispiel der Rhôneole SA, die im Unterwallis zwei Anlagen betreibt, geschieht dies in Form von öffentlicher Kapitalbeteiligung. Die Betreibergesellschaft befindet sich im Besitz von vier Gemeinden, zwei Städten und drei regionalen Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Die regionale Beteiligung ist die Basis für die gute lokale Akzeptanz der Projekte. Die abschliessende Präsentation eines neuartigen Montagekrans zeigte, dass technisch und logistisch effiziente Lösungen auch ökologische Vorteile mit sich bringen können.

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