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Leuthard: «Windturbinen haben etwas Schönes»


Eine aktuelle Überblickstudie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften kommt zum Schluss, dass 786 Gemeinden in der Schweiz ein gutes Windpotenzial aufweisen. Bei einem Vollausbau der Windenergie fliessen 2,6 Milliarden Franken in die Regionen. Durch die Investitionen entstehen 3'400 neue Arbeitsplätze. Dieses Potenzial soll nicht länger brach liegen.
An der Suisse-Eole-Tagung vom 25.10.2012 wurden die Chancen der Windenergienutzung für die Gemeinden erläutert. Dazu gehören Imagegewinn (fortschrittliche Energieregion) und regionale Wertschöpfung (Pacht- und Steuereinnahmen, Tourismus, Vermarktung regionaler Produkte, Arbeitsplätze). Zudem wurde anhand von Fallbeispielen aufgezeigt, wie sich die möglichen negativen Aspekte der Windenergienutzung minimieren lassen. Bundesrätin Doris Leuthard betonte die Rolle der Kommunen: «Es sind letztlich die Gemeinden, die über die Umsetzung der Energieprojekte entscheiden. Es braucht von allen Seiten auch Kompromisse.»
Der Windbranche versprach die Energieministerin eine engere Zusammenarbeit der zuständigen Bundesämter: «Wir sind daran, die Koordination von Fragen zur Windenergie in den verschiedenen Ämtern des UVEK zu verbessern.» Und zum Schluss der frei vorgetragenen Rede äusserte sie ihr persönliches Bekenntnis zur den drehenden Rotoren in der Landschaft: «Windturbinen haben etwas Schönes an sich – gerade auch in den Alpen.»

Artikel Schweizer Gemeinde Nr. 11/2012 (37 kB)

Artikel Baublatt vom 9.11.2012 (983 kB)

Beitrag der Tagesschau des Schweizer Fernsehens vom 25.10.2012 (ext. Link)

Programm (PDF, 450 kB)

Bildergalerie, 25.10.2012

Bastien Girod
Barbara Schwickert
José Bassset
Franz Bürgi
Franklin Thévenaz
Thomas Frei
Fredy Froidevaux
Ulrich König
Jean-Luc Juvet
Reto Rigassi
Das Kornhausforum
Doris Leuthard im Gespräch

Mitgliederversammlung, 9. Mai 2012, Neuenburg

Die Generalversammlung von Suisse Eole wählte am 9. Mai in Neuchâtel Nationalrätin Isabelle Chevalley und ihren Ratskollegen Bastien Girod zur Präsidentin und zum Vizepräsidenten. An der Spitze der Schweizer Windenergiebranche stehen damit zwei Jungpolitiker mit bereits bemerkenswertem Leistungsausweis. Das Nachfolger-Duo übernimmt das Präsidium von Nationalrat Laurent Favre und damit die Geschicke der erneuerbaren Energieressource mit dem kurz- bis mittelfristig grössten Zubaupotenzial.

Im Anschluss an den statutarischen Teil folgte die Versammlung gebannt dem Referat von Wilhelm Heyne vom Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland des deutschen Bundesverbandes Windenergie. Themen waren Standortevaluation, Raumplanung, Akzeptanz und die Ausbauziele. Das Bundesland Rheinland-Pfalz (halb so gross wie die Schweiz, halb so viele Einwohner) deckt heute mit rund 1200 Anlagen knapp zehn Prozent seines Strombedarfs. Und die Ziele sind ehrgeizig: Bis 2020 will das Land fünfmal mehr Windstrom produzieren.

Aktuelle Vorstandszusammensetzung

Download Referat Wilhelm Heyne

 

Die Traktanden wurden mit grossem Mehr genehmigt, die Kandidaten glänzend gewählt
Präsidium von Suisse Eole: Der Abtretende und die beiden Neuen (von rechts nach links)
Isabelle Chevalley, die neue Präsidentin
Bastien Girod, neuer Vizepräsident
Ex-Präsident verabschiedet Ex-Präsident: Laurent Favre (rechts) überreicht Walter Schmied das Abschiedsgeschenk
Wilhelm Heyne: Fünfmal mehr Windstrom bis 2020 in Rheinland-Pfalz

Rückblick Seminar "Zubau statt Zank"

Thema des Seminars, das am 24. Juni 2011 in Solothurn stattgefunden hat: Trotz glänzenden Zustimmungswerten (Umfrage Kanton Neuenburg: 93% befürworten die Windenergie) ist eine erstarkende Opposition gegen Windenergieanlagen festzustellen. Weshalb? Was kann man dagegen tun? Das Seminar lieferte einen Überblick über die Opposition an aktuellen und geplanten Windenergiestandorten. Die Gegenbewegungen wurden im gesellschaftlichen Zusammenhang betrachtet, Rolle, ökonomische und publizistische Zwänge der Medien kritisch analysiert. Theoretische Inputs und Praxisbeispiele zeigten Wege auf, wie die Akzeptanz von Windenergieanlagen gesteigert werden kann.

Programm

Medienmitteilung

Tagungsbericht (externer Link zu ee-news)

Rückblick Tagung "Windstrom, natürlich?"

Rund 200 Entscheidungsträger und Engagierte aus den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz sowie Windenergie diskutierten heute im Berner Rathaus, wie Windstrom naturverträglich gewonnen werden kann. Trotz gemeinsamer Zielsetzung – mehr Strom aus erneuerbaren Energien – sind die Interessen oft unterschiedlich, ist der Zielkonflikt nicht vom Tisch. Doch die Bereitschaft ist gross: Als Königswege gelten Transparenz, klare Planungsregeln und ein vertrauensbildender Dialog.

Saubere Stromproduktion oder unverbaute Natur? Die Frage ist aktuell und keineswegs banal: Der Widerspruch zwischen zwei Anliegen, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen, führte jüngst wiederholt zu Auseinandersetzungen. Die Tagung «Windstrom, natürlich.» der Naturschutzorganisation Pro Natura und der Windenergievereinigung Suisse Eole stand im Zeichen des gemeinsamen Ziels einer nachhaltigen Energieversorgung unter Berücksichtigung des Naturschutzes.

Während die Windbranche darlegte, dass sich die Schweiz einen Verzicht auf das Potenzial von 1500 Gigawattstunden (GWh) Windstrom bis im Jahr 2030 (4000 GWh bis 2050, entspricht 7% des schweizerischen Stromverbrauchs 2009) kaum leisten kann, sehen die Schutzorganisationen bei einem unkontrollierten Ausbau die Wahrung von Artenvielfalt und intakter Landschaft gefährdet. An der Tagung wurde mit Fallbeispielen aufgezeigt, wie Konflikte angegangen und Lösungen für Standorte gefunden werden, bei denen Schutz- und Nutzungsinteressen im Einklang stehen.

Otto Sieber, Pro Natura Zentralsekretär, und Nationalrat Laurent Favre, Präsident von Suisse Eole, werten das Treffen als ermutigenden Schritt zur Lösung des Zielkonflikts zwischen Förderung erneuerbarer Energien und dem Schutz von Natur und Landschaft. Der Dialog zwischen Naturschutz und Windbranche wird weiter geführt. Ziel sind verbindliche Kriterien zur Planung von Windenergieanlagen in der Schweiz.

Tagungsprogramm

Ergänzung Tagungsunterlagen:

- Rede Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (16 kB)

- Referat Franz Pöter, Fachreferent für Energie und Klimaschutz beim BUND Baden-Württemberg (1,6 MB)

- Schlussvotum Nationalrat Geri Müller, Tagungsbeobachter (1,6 MB)


Bestellung Tagungsunterlagen: wind(bei)ideja.ch