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Suisse Eole Medienstelle
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Rückblick Seminar "Zubau statt Zank"

Thema des Seminars, das am 24. Juni 2011 in Solothurn stattgefunden hat: Trotz glänzenden Zustimmungswerten (Umfrage Kanton Neuenburg: 93% befürworten die Windenergie) ist eine erstarkende Opposition gegen Windenergieanlagen festzustellen. Weshalb? Was kann man dagegen tun? Das Seminar lieferte einen Überblick über die Opposition an aktuellen und geplanten Windenergiestandorten. Die Gegenbewegungen wurden im gesellschaftlichen Zusammenhang betrachtet, Rolle, ökonomische und publizistische Zwänge der Medien kritisch analysiert. Theoretische Inputs und Praxisbeispiele zeigten Wege auf, wie die Akzeptanz von Windenergieanlagen gesteigert werden kann.
Referate
Copyright bei den Autoren der Beiträge.
- Schweizer Windenergie: Aktuelle Standortbestimmung aus Sicht des BFE (D.Büchel)
- Akzeptanz und Opposition: Eine Bestandesaufnahme (R.Rigassi)
- Das Megafon der Opposition? Die Rolle der Medien (Ph.Chopard, auf Französisch)
- Alle sind für erneuerbare Energien. Wirklich alle? (G.Walter)
- Gemeinden pro Windenergie: Praxis in Entlebuch LU (P.Wey)
Bildergalerie - 240611
Rückblick Tagung "Windstrom, natürlich?"

Rund 200 Entscheidungsträger und Engagierte aus den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz sowie Windenergie diskutierten heute im Berner Rathaus, wie Windstrom naturverträglich gewonnen werden kann. Trotz gemeinsamer Zielsetzung – mehr Strom aus erneuerbaren Energien – sind die Interessen oft unterschiedlich, ist der Zielkonflikt nicht vom Tisch. Doch die Bereitschaft ist gross: Als Königswege gelten Transparenz, klare Planungsregeln und ein vertrauensbildender Dialog.
Saubere Stromproduktion oder unverbaute Natur? Die Frage ist aktuell und keineswegs banal: Der Widerspruch zwischen zwei Anliegen, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen, führte jüngst wiederholt zu Auseinandersetzungen. Die Tagung «Windstrom, natürlich.» der Naturschutzorganisation Pro Natura und der Windenergievereinigung Suisse Eole stand im Zeichen des gemeinsamen Ziels einer nachhaltigen Energieversorgung unter Berücksichtigung des Naturschutzes.
Während die Windbranche darlegte, dass sich die Schweiz einen Verzicht auf das Potenzial von 1500 Gigawattstunden (GWh) Windstrom bis im Jahr 2030 (4000 GWh bis 2050, entspricht 7% des schweizerischen Stromverbrauchs 2009) kaum leisten kann, sehen die Schutzorganisationen bei einem unkontrollierten Ausbau die Wahrung von Artenvielfalt und intakter Landschaft gefährdet. An der Tagung wurde mit Fallbeispielen aufgezeigt, wie Konflikte angegangen und Lösungen für Standorte gefunden werden, bei denen Schutz- und Nutzungsinteressen im Einklang stehen.
Otto Sieber, Pro Natura Zentralsekretär, und Nationalrat Laurent Favre, Präsident von Suisse Eole, werten das Treffen als ermutigenden Schritt zur Lösung des Zielkonflikts zwischen Förderung erneuerbarer Energien und dem Schutz von Natur und Landschaft. Der Dialog zwischen Naturschutz und Windbranche wird weiter geführt. Ziel sind verbindliche Kriterien zur Planung von Windenergieanlagen in der Schweiz.
Ergänzung Tagungsunterlagen:
- Rede Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (16 kB)
- Referat Franz Pöter, Fachreferent für Energie und Klimaschutz beim BUND Baden-Württemberg (1,6 MB)
- Schlussvotum Nationalrat Geri Müller, Tagungsbeobachter (1,6 MB)
Bestellung Tagungsunterlagen: wind(bei)ideja.ch











