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Ein Windstromrekord jagt den anderen

2017 hat der Windpark Juvent – der grösste Windpark in der Schweiz – mit 74 Mio. kWh (2016: 57 Mio. kWh) deutlich mehr Strom produziert als je zuvor. Das Jahr 2018 wurde auch in der EU mit weiteren Rekorden eingeläutet.

Der grösste Windpark der Schweiz produzierte mit seinen 16 Windkraftanlagen Strom für ca. 22‘000 energieeffiziente Schweizer Haushalte. Nach Abschluss des Repowerings im Jahr 2016 war das Kraftwerk 2017 erstmals ein volles Jahr lang mit 16 modernen Anlagen der neuesten Generation in Betrieb und profitierte zudem von guten Windbedingungen.

Ausserdem konnten die Stillstandszeiten der Anlagen reduziert werden: Der Windpark wurde 2017 mit einem «Condition Monitoring System» (CMS) ausgerüstet. Dieses System ermöglicht die permanente Zustandsüberwachung von Getriebe, Generator und Hauptlager, wodurch sich allfällige Funktionsstörungen frühzeitig feststellen lassen. Dank der Informationen aus dem System lassen sich Instandhaltungsarbeiten besser planen und zeitgerecht umsetzen, was die Stillstandszeiten verkürzt.

Auch der neue Besucherpavillon auf dem Mont-Soleil verzeichnete mit fast 11’000 Besuchern einen neuen Rekord. Bild: BKW
Auch der neue Besucherpavillon auf dem Mont-Soleil verzeichnete mit fast 11’000 Besuchern einen neuen Rekord. Bild: BKW

22.7% in der EU
In Europa wurden am 3. Januar 2128 GWh Windstrom erzeugt, was 22.7 % der EU-weiten Stromnachfrage entsprach. Der stürmische Jahresbeginn 2018 bescherte auch Frankreich einen Rekord: Am 3. Januar produzierten die französischen Windenergieanlagen 218 GWh Strom und deckten damit 14.6 % des französischen Strombedarfs.

Dänemark deckt 43% des Strombedarfs mit Windstrom
Auch die Windstromproduktion in Dänemark hat 2017 einen neuen Rekord erreicht: Die Skandinavier konnten 43.4 Prozent ihres Stromverbrauchs mit Windstrom decken. Das Land will nun in die Speicherung von Energie investieren und damit seine Unabhängigkeit in der Energieversorgung und die Versorgungssicherheit weiter erhöhen. Bisher importiert Dänemark Strom aus den Nachbarländern, um den restlichen Strombedarf zu decken: Strom aus Wasserkraft aus Norwegen, Atomstrom aus Schweden und Photovoltaikstrom aus Deutschland. Hohe Anerkennung erhielt der skandinavische Staat seitens der Internationalen Energieagentur (IEA). In einem Bericht würdigte sie die schnelle Energiewende in Dänemark, das sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einem „weltweiten Vorreiter bei der Dekarbonisierung“ entwickelt hat.

Text: Suisse Eole, Quelle: BKW/Juvent, Wind Europe

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Akzeptanz, Internationales, Technik, Wirtschaft/Finanzen