Kontakt:
Suisse Eole Medienstelle
c/o ideja
Dornacherstrasse 192
CH-4018 Basel
T 061 333 23 00/02
F 061 333 23 04
Ökobilanz Windenergie: Nur Sparen ist besser
Um die Umweltbelastung von Produkten und Dienstleistungen zu beurteilen, wurde unter Mitwirkung des BAFU eine Methode entwickelt, welche die Ziele der schweizerischen Umweltpolitik zum Bewertungsmassstab nimmt. Diese so genannte «Methode der ökologischen Knappheit» berücksichtigt ein breites Spektrum von Umweltbelastungen: So werden nicht nur Treibhausgasemissionen berücksichtigt, sondern auch Abfälle sowie die Belastung von Luft, Böden und Gewässern durch problematische Stoffe. Das Ergebnis sind Umweltbelastungspunkte, abgekürzt UBP.
Angewandt auf verschiedene Stromproduktionstechniken zeigt sich: Windstrom ist nach Wasserkraft und Strom aus Kehrichtverbrennungsanlagen die ökologischste Art der Stromgewinnung. In der Ökobilanz verschiedener Kraftwerkstypen werden folgende Faktoren berücksichtigt:
- Betrieb des Kraftwerks
- Errichten der Anlage
- Bereitstellen der benötigten Baumaterialien sowie der technischen Komponenten
- Bereitstellen des Brennstoffs (sofern benötigt)
- Transport und Feinverteilung des Stroms zu den Kundinnen und Kunden
- Rückbau und Entsorgen der Anlage
Unter Berücksichtigung der technischen Lebensdauer der Kraftwerke und der während dieser Zeit erzeugten Elektrizität kann damit die Gesamtumweltbelastung für die Bereitstellung von einer Kilowattstunde Strom quantifiziert werden. Das Diagramm zeigt auch, woraus sich die Belastung zusammensetzt.
Wenn der Strom regional konsumiert wird, verkürzt sich die Transportdistanz. Die Belastung reduziert sich bei Windstrom gegenüber der Darstellung im Diagramm um die Hälfte. Grüner Strom vom lokalen Windrad ist also ökologisch durchaus sinnvoll.


