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Häufige Fragen – kompetente Antworten
Die Windkraftwerke im allgemeinen
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Was bringt eine Windkraftanlage?
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Windkraftanlagen produzieren Strom aus einer einheimischen und unerschöpflichen Energiequelle ohne die Umwelt mit CO2 , Schadstoffen oder radioaktiven Abfällen zu belasten. Mehr...
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Wie viele Haushalte kann eine Windkraftanlage mit Strom versorgen?
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Eine Turbine mit 2 MW Nennleistung kann jährlich bis zu 4,4 GWh Strom produzieren (Beispiel Collonges VS). Damit können mehr als 1200 Haushalte versorgt werden.
Die heute weltweit installierte Leistung von rund 100'000 MW reicht aus, um 60 Millionen Haushalte von der Grösse eines Schweizer Durchschnittshaushalts mit Windstrom zu versorgen. Die gegenwärtig 13,57 MW in der Schweiz decken den Stromverbrauch von rund 5700 Haushalten. -
Welches sind die Windenergieziele für die Schweiz?
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Suisse Eole ist anerkannte Partnerin des Programms EnergieSchweiz und verfolgt die dort formulierten Ziele: Unterstützung bei der Realisierung von 5 bis 10 Standorten für Windenergie bis 2010, die jährlich 50 bis 100 GWh Strom produzieren.
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Was zeigt der Blick über die Landesgrenzen?
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20’000 MW an neuer Windenergieleistung wurden 2007 weltweit installiert und dadurch ein Umsatz von geschätzten 25 Milliarden € generiert – ein Rekord. Der Zuwachs ist damit um 30 Prozent grösser als noch 2006. Wichtigste Märkte des vergangenen Jahres sind die USA (plus 5200 MW), Spanien (plus 3500 MW) und China (plus 3400 MW).
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Wie viel Strom produziert eine Windkraftanlage jährlich?
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Die Stromproduktion einer Windkraftanlage hängt von der installierten Leistung, dem Wirkungsgrad und den Windverhältnissen am Standort ab. Die Windkraft steht in einem kubischen Verhältnis zur Windgeschwindigkeit (siehe untenstehende Abbildung). Wenn sich die Windgeschwindigkeit verdoppelt, verachtfacht sich die Leistung.
Die beiden grössten Windturbinen der Schweiz stehen im Wallis und haben eine installierte Leistung von je 2 MW. Die Turbine von Collonges hat seit ihrer Inbetriebnahme im Herbst 2005 im Jahresdurchschnitt 4,35 GWh produziert. Das entspricht dem Verbrauch von 1300 Haushalten. -
Wie funktioniert eine Windkraftanlage?
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Eine Windkraftanlage besteht aus einem Rotor (Flügelrad) der sich im Wind in Bewegung setzt. Über die Drehbewegung wird mittels Generator Strom produziert. In einem Transformator, der sich im Mast oder in einem nahe gelegenen Betriebsgebäude befindet, wird der Strom vor der Einspeisung ins Elektrizitätsnetz umgewandelt.
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Woraus besteht eine Windkraftanlage?
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Eine Windkraftanlage besteht aus folgenden Elementen:
- Mast aus Stahl der auf einem Betonfundament fixiert ist,
- Gondel mit Generator, Kupplung und Richtungsgeber,
- Nabe mit Orientierungsmechanismus für die Rotorblätter (Leistungsregulierung),
- Rotor. -
Ab welcher Windgeschwindigkeit dreht eine Windkraftanlage?
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Es gibt drei charakteristische Windgeschwindigkeiten:
- Einschaltgeschwindigkeit - der Rotor setzt sich in Bewegung sobald der Wind eine Geschwindigkeit von 2 m/s erreicht (bis 4 m/s jedoch ohne Stromproduktion);
- Nominalwindgeschwindigkeit - die Windkraftanlage erreicht ihre maximale Leistung mit der Nominalwindgeschwindigkeit (ungefähr 12 m/s);
- Abschaltgeschwindigkeit - um Sturmschäden am Rotor zu vermeiden, wird die Windkraftanlage abgestellt, sobald die Windgeschwindigkeit 25m/s (90 km/h) übersteigt.
Je höher der Turm, desto grösser die Windgeschwindigkeit, soweit keine Hindernisse auf dem Gelände stehen. In der Ermittlungsphase wird die Windgeschwindigkeit auf 2 verschiedenen Höhen gemessen.
Hindernisse können die Windgeschwindigkeit stark herabsetzen. -
Was ist eigentlich Wind?
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Wind ist Luft in Bewegung. Der Begriff bezeichnet in der Regel eine natürliche horizontale Luftverschiebung in der Atmosphäre. Vertikale Luftbewegungen werden als Strömungen bezeichnet.
Winde werden durch die Druckunterschiede in der Atmosphäre hervorgerufen, die hauptsächlich durch Temperaturunterschiede verursacht werden. Die Variationen des atmosphärischen Druckes und der Temperatur sind in erster Linie das Resultat einer ungleichen Verteilung der Sonnenenergie, welche die Erdoberfläche erreicht sowie unterschiedlicher thermischer Eigenschaften der Kontinente bzw. der Ozeane. Wenn die Temperaturen benachbarter Regionen ungleich sind, wird die wärmere Luft aufsteigen und sich über die kältere (und somit schwerere) Luft schieben. Die Windrichtungen, welche durch diese thermischen Luftbewegungen bestimmt werden, können durch die aus der Erdrotation resultierende Corioliskraft wesentlich beeinflusst werden.
Der Wind ist also indirekt eine Form von Sonnenenergie. -
MW, kWh, GWh? Kleines Glossar.
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Glossar:
MW: 1 Megawatt = 1 Million Watt, Angabe der maximal möglichen Leistung der Anlage
kWh: Kilowattstunde, Masseinheit für die Menge des produzierten respektive verbrauchten Stroms
MWh: Megawattstunde = 1000 kWh
GWh: Gigawattstunde = 1 Million kWh
TWh: Terawattstunde = 1 Milliarde kWh
Nachbarschaft
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Wie denkt die Bevölkerung über Windenergie?
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Windenergie ist populär. Umfragen zeigen immer wieder das gleiche positive Bild: Die grosse Mehrheit der Befragten möchte Windenergie fördern und kann sich vorstellen, in der Nähe von Windturbinen zu wohnen. Beispielhaft zwei Umfrageergebnisse:
a) Die Umfrage des Instituts Médiactif zeigt (2002, über 400 Befragte), dass sich eine solide Mehrheit von 89 % der Schweizerinnen und Schweizer für die Förderung der Windenergie ausspricht. Wo bereits Anlagen installiert sind, ist die Zustimmung zu den Windrädern sogar noch grösser: 96 % in Andermatt, 97 % rund um den grössten Schweizer Windpark auf dem Mont-Crosin. Weitere Umfrageergebnisse.
b) Auch in Deutschland, wo der Ausbaustand ungleich höher ist als in der Schweiz, ist die Zustimmung der Bevölkerung zur Windkraftnutzung ausserordentlich hoch. Eine neuere Umfrage stellt breite Zustimmung zum Ausbau der erneuerbaren Energien fest. Die wichtigsten Ergebnisse der repräsentativen Umfrage:
- Für 96 % aller Deutschen ist der Ausbau erneuerbarer Energien wichtig.
- Die Förderung der Erneuerbaren ist breiter Konsens. Unter den Anhängern aller deutschen Parteien finden sich komfortable Mehrheiten, die von den lokalen Politikern mehr Engagement in diesem Bereich fordern. Die Zustimmung reicht von 69 % bis zu 85 %.
- Nur 6 % der Befragten ist gegen Anlagen am eigenen Wohnort.
- Die Erfahrungen der Bevölkerung mit Windturbinen sind positiv. Die Akzeptanz der Anlagen ist bedeutend höher, wenn die befragten Personen in der Nähe von Anlagen wohnen. Ablehnung von Windturbinen ist folglich zum Teil durch Angst vor dem Unbekannten motiviert. -
Was bringt ein Windpark einer Region?
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Die Realisierung eines Windparks schafft sowohl unmittelbar (Betrieb) wie indirekt Arbeitsplätze (Fertigung von Bestandteilen, Bau der Anlagen). Mindestens ein Drittel der Investitionen werden regional getätigt. Beteiligungen ortsansässiger Investoren erhöhen die regionale Wertschöpfung. Weltweit bietet die Windenergiebranche gut 350'000 Arbeitsplätze.
Windturbinen verschaffen einer Region ein dynamisches, modernes und zukunftsbejahendes Image. Mit vergleichsweise bescheidenem Kommunikationsaufwand kann ein Windpark auch einen sanften Tourismus herbeiführen.
Windkraftanlagen stimulieren nicht zuletzt auch die Bereiche Forschung und Entwicklung (z.B. Meteorologie, Aerodynamik, Materialien) - für die Schweiz bekanntlich sehr wichtige Ressourcen. -
Sind Windkraftanlagen ein Touristenziel?
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Windkraftanlagen werden natürlich nicht aus touristischen Gründen erstellt, sie können sich aber mit geeigneten Begleitangeboten wie Führungen, Infotafeln und -pfade zu wahren Besuchermagneten entwickeln. Der Windpark Mont-Crosin beispielsweise zählt jährlich bis zu 60'000 Besucherinnen und Besucher.
Untersuchungen in Deutschland haben gezeigt, dass 75 % der Touristen Windenergieanlagen nicht als Störung empfinden, sondern mehr als Zeichen einer zukunftsfähigen Energie- und Klimapolitik einer Region betrachten. -
Sind Windkraftanlagen laut?
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Windturbinen verursachen im Betrieb Rotorgeräusche. Sie sind jedoch sehr leise: Ab einer Distanz von 300 Metern werden strengste Lärmschutzanforderungen erfüllt. Die Anlagentechnik hat bezüglich Geräuschemissionen so grosse Fortschritte gemacht, dass unter einer Windturbine eine Unterhaltung in normaler Lautstärke möglich ist. Die Geräusche entstehen durch das Abstreifen des Windes an den Rotorblättern. Je stärker der Wind weht, desto lauter das Rotorgeräusch. Stärker noch nehmen die Umgebungsgeräusche zu, so dass die Rotorgeräusche bald vom Blätterrauschen übertönt werden. Der Gebrauch neuer Flügelprofile und Rotorspitzen dient dazu, Turbulenzen zu vermeiden und die Effizienz zu erhöhen. Gleichzeitig wurde durch die technische Entwicklung das Schwirren reduziert. Das Laufgeräusch, das bei älteren Anlagen durch die Mechanik hervorgerufen wurde, ist bei modernen Windturbinen so gut wie verschwunden.
Der von Windturbinen erzeugte Infraschall ist harmlos. Infraschall ist Schall mit sehr tiefen Frequenzen (< 20 Hz). Natürliche Infraschallquellen sind Gewitter, Winde und Meeresbrandung, technische Quellen sind Heizungsanlagen, Haushaltgeräte und Fahrzeuge. Verschiedene Studien belegen, dass der von Windturbinen abgegebene Infraschall völlig harmlos ist. Die Messwerte liegen sehr deutlich unter der von der SUVA definierten kritischen Grenze. Messungen zeigen: In Büros oder im Innern von Autos sind die Infraschallpegel wesentlich höher als in der Nähe von Windturbinen.
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Stören Windkraftanlagen Radio- und Funksignale?
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Windkraftanlagen senden keine elektromagnetische Wellen aus. Sie stören den Empfang von Radio-, Fernseh- oder Mobilfunksignalen nicht. Trotzdem bedürfen sie einer Bewilligung, um mögliche Störungen zwischen zwei Sendern zu vermeiden.
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Wie gross ist das Risiko eines Rotorblatt- oder Mastbruchs?
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Windkraftanlagen sind gebaut um starken Winden zu widerstehen, so auch den extremen Wetterverhältnissen im Dezember 1999 (Sturm Lothar). Verhältnisse, die übrigens zu einem Produktionsrekord geführt haben: Es wurde gleich viel Strom wie in den ganzen Monaten Dezember 1997 und 1998 zusammen produziert.
Weltweit wurden keine Todesfälle durch den Betrieb von Windkraftanlagen verzeichnet. Die wenigen tödlichen Unfälle in der Windbranche erfolgten im Zusammenhang mit Bau- oder Unterhaltsarbeiten. -
Wie hoch ist das Risiko für Flugzeuge oder Deltasegler?
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Wie jedes Hindernis der Luftfahrt (Industriekamine, Sendemasten, usw.) sind Windkraftanlagen auf den Luftfahrtkarten eingezeichnet. Zudem dürfen zivile Flugzeuge nicht unter einer Höhe von 300 m fliegen, d.h. mindestens 150 m über den Rotorspitzen einer Windkraftanlage.
Finanzierung
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Wer finanziert Windkraftanlagen?
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Bau und Unterhalt von Windkraftanlagen werden durch Schweizer Betreiberunternehmen ausgeführt. Die Finanzierung erfolgt wie für andere Projekte über Finanzinstitute.
Die öffentliche Hand sowie Private können ebenfalls Gelder zur Verfügung stellen. -
Wer bezahlt die Rückbaukosten im Falle eines Konkurses der Betreibergesellschaft?
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Der Rückbau einer Windkraftanlage und die Rückführung des Standortes in seinen ursprünglichen Zustand sind in den Erstellungskosten inbegriffen. Sie können zudem durch den Wiederverkauf der Materialen kompensiert werden.
Zur Garantie können die Rückbaukosten auch auf einem Konto eingefroren werden. -
Wie viel Unterhalts- und Betriebskosten verursacht ein Windpark ?
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Rund 75% der Kosten eines Windenergieprojektes betreffen die Anlage selbst, das restliche Viertel muss für Planung, Bauarbeiten, Montage, Netzanschluss, Versicherungen sowie für Verfahrens- und Finanzkosten aufgewendet werden.
Da keine Rohstoffkosten anfallen, setzen sich die laufenden Ausgaben nur gerade aus den Betriebskosten (Bodenpacht, Versicherungsprämien usw.) und den Unterhaltskosten zusammen (jährlich ca. 3-4% der Investitionen).
Aufgrund der Planungskosten für die Erstellung eines Windparks und den Kosten für die Standorterschliessung erhöht sich die Rentabilität eines Windparks mit der zunehmenden Grösse. -
Was geschieht mit Windkraftanlagen, wenn niemand den produzierten Strom kaufen will?
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Ein Windpark wird nur erstellt, wenn die Finanzierung gesichert ist. Es können also kaum kWh produziert werden, ohne dass die Vermarktung vorgängig gesichert wurde. Zur Zeit ist in der Schweiz die Nachfrage an Ökostrom grösser als das entsprechende Angebot.
Ökostrom
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Ökostrom, was ist das?
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Strom gilt als Ökostrom, wenn er mittels erneuerbaren Energieträgern wie Sonne oder Wind erzeugt wird.
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Was kostet Ökostrom?
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Ökostrom hat keinen einheitlichen Preis. Dieser hängt von der Produktionsanlage ab.
Windstrom vom Mont Crosin wird z. B. mit einem Aufpreis von 18 bis 20 Rappen pro kWh verkauft. Dank technischen Fortschritten werden die Kosten für Windenergie weiter sinken. -
Ist die Öffentlichkeit an Ökostrom interessiert?
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Eine Studie aus dem Jahr 1999 in den Kantonen Waadt und Neuenburg zeigt, dass 9 von 10 Personen bereit wären, einen um 25% höheren Preis für Ökostrom zu bezahlen. Die Hälfte der Befragten wären bereit, 50% mehr zu bezahlen. Ein Viertel der Befragten würde sogar einen doppelten Preis für Ökostrom berappen.
Ausschlaggebend für den Kauf von Ökostrom sind in erster Linie die individuellen finanziellen Möglichkeiten, sowie ethische Überlegungen. Im Durchschnitt erklären sich ein Viertel der Personen bereit, langfristig Ökostrom zu kaufen (über 5 Jahre).
Gegenwärtig ist in der Schweiz die Nachfrage nach Windstrom grösser als das Angebot.
Bewilligungen & Bau
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Ist Windenergienutzung Teil der Schweizer Energiepolitik?
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Der Bundesrat hat das Bundesamt für Energie (BFE) mit der Umsetzung seiner Energiepolitik beauftragt. Zu diesem Zweck wurde das Programm "EnergieSchweiz" ins Leben gerufen, das die Grundlagen für eine nachhaltige Energieversorgung unseres Landes schafft. Im Bereich Windenergie lautet das Ziel: jährlich 50 bis 100 GWh Windstrom bis 2010.
In Übereinstimmung mit BAFU (Bundesamt für Umwelt) und ARE (Bundesamt für Raumentwicklung) ist das BFE überzeugt, dass die erneuerbare Energiequelle Wind besser genutzt und gefördert werden muss. Wobei ein Ausbau der Windenergie nicht zu Lasten wertvoller Landschaften gehen darf. Unter Abwägung aller Nachhaltigkeitskriterien - auch der ökonomischen und sozialen Aspekte - sowie aller beteiligten Interessen sollen die am besten geeigneten Standorte ausgewählt und zur Verfügung gestellt werden. -
Wie wird die Bevölkerung über ein geplantes Windenergieprojekt informiert?
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In der Schweiz sind Windenergieplaner gut beraten, die zuständigen Behörden, die regionale Bevölkerung, die direkt betroffenen Grundeigentümer sowie interessierte Organisationen frühzeitig und regelmässig zu informieren und im Rahmen der Bewilligungsprozedere eingehend zu konsultieren.
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Was für Bewilligungen werden zum Bau einer Windkraftanlage benötigt?
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- Baubewilligung in einer Spezialzone oder aufgrund einer Ausnahmeregelung zum Raumplanungsgesetz
- Bewilligungen der Luftfahrtbehörden (zivil und militärisch)
- Bewilligungen der Kantonsverwaltung (Amt für Raumplanung, Umweltschutz, Naturschutz, Energie, usw.) -
Wie werden Standorte ausgewählt?
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Grundlage für die Standortwahl von Windparks ist das "Konzept Windenergie Schweiz". Es wurde unter Federführung der Bundesämter für Raumplanung (ARE), Energie (BFE) und Umwelt (BAFU) erarbeitet und ist ein Konsenspapier, entstanden unter Einbezug der Elektrizitäts- und Windbranche, der Natur- und Umweltorganisationen (WWF, Pro Natura) sowie kantonaler Behörden (Download). Das breit abgestützte Grundlagenpapier formuliert strenge Realisierungskriterien für Windparks:
- Konzentration von Anlagen an geeigneten Standorten
- Mittlere Windgeschwindigkeit von mindestens 4.5m/s auf Nabenhöhe
- Ausschluss von Waldstandorten sowie von Schutz- und Inventargebieten
- Mindestabstände zu Waldrändern, zu Schutz- und Inventargebieten sowie zu bewohnten Gebäuden
- Bewertung der Landschaftseinbettung vor Ort
An geeigneten Standorten werden mindestens ein Jahr lang Windmessungen durchgeführt, um genaue Winddaten zu erheben. Es folgen Abklärungen zur Machbarkeit, Raumplanung, Umwelt, Standorte mit gutem Windpotenzial unterliegen umfassenden Studien zur Überprüfung der Umweltverträglichkeit. Hilfsmittel und Tools zu Abklärung und Projektierung finden Sie auf www.wind-data.ch.
Windenergie: Gut fürs Klima
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Warum schadet die konventionelle Stromproduktion Luft und Klima?
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Die Emissionen aus fossilen Brenn- und Treibstoffen gehören zu den grössten Umweltbelastungen. Die Stromproduktion in Kohle-, Gas- und Ölkraftwerken ist für 37 % des weltweiten CO2-Ausstosses verantwortlich. Hinzu kommt die Belastung durch SO2, NOx und andere Luftschadstoffe, die allesamt gewaltige Umwelt-, Gesundheits- und Sozialkosten verursachen.
Entwicklung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre
im Lauf der letzten 1000 Jahre -
Was tragen Windturbinen zur Lösung des Emissionsproblems bei?
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Windturbinen sind eine elegante Lösung des Emissionsproblems: Schadstofffrei produzieren sie Strom aus der unerschöpflichen Naturkraft Wind. Auch in Sachen graue Energie können sich die Rotoranlagen sehen lassen: Sie produzieren gut 80mal mehr Energie als zu Herstellung, Montage und Rückbau (nach Ende der Lebensdauer) benötigt wird. Gesamthaft gesehen erzeugt eine Windturbine praktisch keine Treibhausgase oder Luftschadstoffe. Auch sonst ist die Ökobilanz sehr vorteilhaft.
Ende 2007 wurde bereits so viel Strom aus dem Wind gewonnen wie 55 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger verbrauchen. Indem die Windräder Strom aus konventioneller Erzeugung ersetzen (Öl- und Kohlekraftwerke), wird der Ausstoss von Schadstoffen und CO2vermieden. Gegenüber dem europäischen Energie-Mix sind dies gegenwärtig jährlich ca. 90 Mio. Tonnen CO2. -
Was bringt Windenergie, wenn die inländische Stromproduktion CO2-frei ist?
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Unser Land ist auch bezüglich Stromversorgung ein Sonderfall: 56,6 % der im Inland erzeugten Elektrizität stammen aus Wasserkraft, 38 % aus Atomkraftwerken und 5,4 % aus anderen Quellen (thermische Kraftwerke und neue erneuerbare Energien). Allerdings kann man nicht sagen, dass der Schweizer Strommix frei von CO2 –Emissionen ist. Das liegt daran, dass 40 % des erneuerbaren Wasserstroms exportiert und durch Strom aus Kohle-, Öl-, Gas- und Atomkraftwerken ersetzt wird. Somit stammen 65 % des Schweizer Stroms aus nicht erneuerbaren Quellen. Diese Realität kontrastiert mit den Kundenwünschen, die klar auf mehr Naturstrom lauten.
Die Stromproduktion aus Windenergie trägt dazu bei, dass weniger nicht-erneuerbarer Strom importiert werden muss.
Windräder: Gut positioniert in der Landschaft
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Passen Windturbinen in die Schweizer Landschaft?
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Die Akzeptanz von Windenergie in der breiten Bevölkerung hängt oft davon ab, wie die Ästhetik der Turbinen in der Landschaft eingeschätzt wird. Die Vorstellungen darüber sind subjektiv und divergieren stark. Eines ist allerdings sicher: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist den Windturbinen gegenüber positiv eingestellt und empfindet sie als schöne und sinnvolle Bereicherung (siehe Frage 2). Nicht ohne Grund ziehen die majestätischen Windräder jährlich Zehntausende Besucher an.
Das in Zusammenarbeit mit den Umweltorganisationen ausgearbeitete Konzept Windenergie Schweiz (siehe Fragen 3 und 4) zeigt, dass die Schweiz über gut bewindete Standorte für Windturbinen verfügt, die selbst Natur- und Landschaftsschutzkreise überzeugen. Denn Windturbinen stehen nicht in unberührten Landschaften. Beispielsweise wurde der Standort Gütsch ob Andermatt vorher militärisch genutzt, in der Nähe steht ein Skilift. Die Standorte im Wallis befinden sich in unmittelbarer Nähe von Eisenbahn, Autobahn und Strommasten. Und, last but not least, lassen sich Windenergieanlagen nach Ende ihrer Betriebsdauer rückbauen ohne auch nur die geringste Spur in der Landschaft zu hinterlassen.
Nebst einer guten Standortwahl werden weitere Massnahmen getroffen, um den optischen Einfluss von Windturbinen zu beschränken:
- Besser wenige grosse Turbinen als viele kleine aufstellen.
- Die Anordnung der Turbinen der Landschaftsstruktur anpassen.
- Die Einheitlichkeit des Erscheinungsbildes sicherstellen durch gleiche Drehrichtung der Rotoren, gleichen Anlagentyp und gleiche Grösse.
- Strasseninfrastruktur nicht unnötig ausbauen.
- Stromleitungen in den Boden verlegen. -
Sind Windturbinen in der Bevölkerung akzeptiert?
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Gemäss einer Umfrage möchte eine überwältigende Mehrheit von 89 % der Schweizerinnen und Schweizer die Windenergie fördern. Überdurchschnittlich gross ist die Zustimmung an Orten, wo bereits Windturbinen stehen. In Andermatt zum Beispiel sind 96 % der Befragten für den Ausbau der Windenergie in der Schweiz, rund um den grössten Schweizer Windpark auf dem Mont Crosin im Berner Jura sind es 97 %. Allenfalls vorhandene Ängste und Vorurteile verflüchtigen sich, wenn das Projekt konkrete Formen annimmt. Bei den allermeisten Personen ruft der Anblick der Turbinen positive Reaktionen hervor: „ein grandioser Blickfang“, „schön anzuschauen und majestätisch“, „grandiose Architektur, ein grossartiges Bauwerk, auf das ich stolz bin“ – so die Kommentare der Andermatter zur Anlage auf dem Gütsch. In der 2002 durchgeführten Studie des Instituts Médiactif. wurden mit total 400 Personen aus der ganzen Schweiz umfassende Interviews geführt. Studien auf europäischer Ebene nennen zur Akzeptanz von Windturbinen ähnlich hohe Prozentzahlen (EWEA, The Facts, 2002).
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Was sagen die Umweltorganisationen zur Windenergie?
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Die mitgliederstärksten Umweltorganisationen befürworten einen Ausbau der Windenergie. WWF, Pro Natura und der Schweizerische Heimatschutz waren an der Ausarbeitung des Konzepts Windenergie massgeblich beteiligt, ebenso die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Letztere hat sich aber gegen Ende des Arbeitsprozesses – nach einer wenig konstruktiven und kaum zu verstehenden Verhärtung ihrer Position – aus dem Konsens verabschiedet. Die Anliegen der Umweltorganisationen wurden in den Kriterienkatalog des Konzepts Windenergie Schweiz aufgenommen. So sind beispielsweise Standorte in Wald- oder Schutzgebieten ausgeschlossen und zu diesen Zonen Mindestabstände einzuhalten (siehe Frage 3).
Windturbinen und Tierwelt: Gutes Nebeneinander
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Schadet Windenergienutzung den Vögeln?
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Grundsätzlich besteht kein Widerspruch zwischen Windenergienutzung und Vogelschutz. Entscheidend ist die sorgfältige Standortwahl: Wird Rücksicht auf gefährdete Vogelarten genommen, ist der Einfluss der Windturbinen auf Vögel gering. Dies belegen zahlreiche Studien. Die Vogelwarte Sempach bestätigt, dass an den bestehenden Windturbinenstandorten keine Vögel beeinträchtigt werden.
Vertiefte Informationen zum Thema sind zu finden auf dem Informationsblatt Vogelschutz für Planer von Windenergieanlagen, das in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach entstanden ist. -
Gefährdet die Windenergienutzung Fledermäuse?
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Wie bei den Vögeln gilt: Entscheidend ist die Standortwahl. Wird Rücksicht auf bedrohte Kolonien, deren Jagdlebensräume und Flugkorridore genommen, besteht kein Widerspruch zwischen Windenergienutzung und Fledermausschutz. Obwohl bisher erst wenige eingehende Untersuchungen vorhanden sind, gehen Feldermausexperten davon aus, dass generell der Einfluss der Windenergienutzung auf Fledermäuse weit weniger gravierend ist als andere menschliche Eingriffe (Quartierverlust etc.).
Vertiefte Informationen zum Thema sind zu finden auf dem Informationsblatt Fledermausschutz für Planer von Windenergieanlagen. Es wurde von Suisse Eole gemeinsam mit der Stiftung Fledermausschutz und dem Centre de coordination ouest pour l'étude et la protection des chauves-souris ausgearbeitet. -
Haben Windturbinen einen Einfluss auf andere Wildtiere?
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Rehe, Hasen, Füchse und Rebhühner gewöhnen sich rasch an die drehenden Rotoren. Eine Windturbine ist für sie eine „kalkulierbare Störquelle“ – sie merken schnell, dass sie von dieser Seite nichts zu befürchten haben. Zu diesem eindeutigen Befund kommt eine Studie des Instituts für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover aus dem Jahr 2001, die im Auftrag der Landesjägerschaft Niedersachsens durchgeführt wurde.
Agenda
31.08.10: Windstrom, natürlich.
07.09.10: Dezentrale Stromversorgung: ökologisch und umstritten

